{"id":7873,"date":"2013-04-02T12:40:46","date_gmt":"2013-04-02T10:40:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dynamics-suhl.de\/monsterblog\/?p=7873"},"modified":"2013-04-02T12:40:46","modified_gmt":"2013-04-02T10:40:46","slug":"gaestebeitrag-eine-spielserie-mit-anspannungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dynamics-suhl.de\/monsterblog\/gaestebeitrag-eine-spielserie-mit-anspannungen\/","title":{"rendered":"G\u00e4stebeitrag: Eine Spielserie mit Anspannungen"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<div style=\"font: 9px Verdana; background-color: #ededed; padding: 3px 5px 3px 5px; margin: 3px 0px 5px 0px; border: 1px solid #DEDEDE;\">Unser treuer Leser und VfB-Fan Gerhard hat sich die Zeit genommen, die abgelaufene Saison einmal aus seiner Sicht zu rekapitulieren. Wir m\u00f6chten die Gelegenheit nutzen und seine M\u00fche an dieser Stelle honorieren, indem wir ihn hier ungefiltert zu Wort kommen lassen. Wenn Ihr eurerseits Gedanken zu der Saison 2012\/13 habt, k\u00f6nnt Ihr sie nat\u00fcrlich gern als Kommentar unter Gerhards Artikel posten. <em>(d.Red.)<\/em><\/div>\n<p>Nach einer tadellos vorangegangenen Saison 2012 &#8211;  u.a. mit der erstmalig internationalen und zudem auch noch erfolgreichen Challenge-Cup Teilnahme &#8211; musste der VfB 91 Suhl mit Beginn seiner 10-j\u00e4hrigen Erstbundesligazugeh\u00f6rigkeit ausgerechnet im Jubil\u00e4umsjahr vor allem durch finanzielle K\u00fcrzungen des Hauptsponsors einen personell betr\u00e4chtlichen Neuaufbau der Mannschaft bewerkstelligen. Der Weggang von sieben Spielerinnen, insbesondere von Leistungstr\u00e4gern wie Vendula Merkova, Martina Utla und Suzanna Cebic d\u00e4mpften die neu zu definierenden Aussichten damit von Anfang an geh\u00f6rig. <!--more--><br \/>\n\u201eWir m\u00fcssen die Saison \u00fcberleben\u201c, lauteten die \u00f6ffentlich kundgegebenen Ziele. Folglich sollte nach den zu erwarteten, dennoch deprimierenden Auftaktniederlagen beim Schweriner und auch zuhause gegen den Dresdner SC unbedingt das Heimspiel gegen Potsdam siegreich gestaltet werden. Doch daraus wurde nichts, denn nach dem ersten Spielabschnitt waren mit dem nicht ausreichenden Resultat von 24:26 die Weichen beizeiten mental auf die n\u00e4chste Bruchlandung gestellt. Folge: zum dritten Mal hintereinander 0:3 und damit insgesamt 0:6 Punkte und 0:9 S\u00e4tze. Und es war noch nicht das Ende der Leidenstour, denn mit Stuttgart, Vilsbiburg und M\u00fcnster standen die n\u00e4chsten schweren Brocken auf dem Spielplan. Und jedes Mal waren die Konkurrentinnen erneut die Sieger, obwohl es inzwischen zunehmend und vor allem in M\u00fcnster deutlich verbesserte Leistungen beim VfB-Team zu verzeichnen gab.<\/p>\n<p>Um es auf den Punkt zu bringen:<\/p>\n<p>Sechs Meisterschaftsspiele hintereinander fielen f\u00fcr unseren VfB 91 Suhl ohne jeglichen Erfolg aus. Dabei allein f\u00fcnfmal auch noch mit 0:3. Nur in M\u00fcnster (und gegen Wiesbaden im DVV-Pokal-Achtelfinale) gab es ein 2:3. Solch ein fataler Meisterschaftsauftakt fand seit der 1. Bundesligazugeh\u00f6rigkeit noch nie statt. 0:12 Punkte und 2:18 S\u00e4tze! Und zudem bereits in der ersten Runde raus aus dem Pokalgeschehen. Damit also sieben Pflichtspiele ohne Erfolgserlebnis! Niederschmetternd, aber auch besorgniserregend. Der Verein bewahrte dennoch (zumindest nach au\u00dfen) Ruhe! Und auch die \u00fcberwiegende Mehrzahl der Anh\u00e4nger gaben trotz des befremdet anmutenden, jedoch existent vorhandenen Abstiegsplatzes die Hoffnung auf doch noch bessere Zeiten niemals auf, unterst\u00fctzten die Mannschaft sehr charaktervoll. Eine Tugend des Suhler Publikums, das solch beklemmende Situationen bisher gar nicht kannte.<\/p>\n<p>Mit dem n\u00e4chsten Spiel am 24.November 2012 gegen Aurubis Hamburg stand jedenfalls eine \u00e4u\u00dferst richtungsweisende Partie in der Wolfsgrube an. Und immerhin, noch gut 900 Anh\u00e4nger glaubten an ihre Mannschaft und waren vom vortrefflichen Teamspiel des VfB 91 Suhl entflammt. Der Fanklub Dynamics sowieso. Vor allem nach der \u00fcberraschend klaren 2:0 Satzf\u00fchrung w\u00fcnschten sich alle VfB-Hinterm\u00e4nner und -Frauen unbedingt beim Stand von 24:16 den zu vollendenden Abschluss herbei. Ich hielt mich (bis dahin) ausgesprochen argw\u00f6hnisch zur\u00fcck, obwohl der VfB gegen Aurubis bei immerhin acht vorhandenen Versuchen nur noch einen einzigen Matchball f\u00fcr das Spielende ben\u00f6tigte. Unwillk\u00fcrlich erinnerte ich mich n\u00e4mlich an das Spiel des Aufsteigers SCU Emlichheim gegen den Mitaufsteiger 1.VC Wiesbaden. Da f\u00fchrten die Gastgeberinnen in der Saison 2004\/05 nach der 2:1 Satzf\u00fchrung auch mit 24:16 (im vierten Abschnitt) und hatten den Gesamtsieg greifbar vor sich. Doch es kam damals alles noch ganz anders. Wiesbaden wendete nicht nur diesen Satz von 24:16 auf 27:29, sondern gewann auch noch den anstehenden Tiebreak nach Verl\u00e4ngerung mit 19:21. Das war sicherlich einmalig in der 1.Bundesliga. Und au\u00dferdem trat der VfB 91 Suhl ja l\u00e4ngst nicht mehr als Deb\u00fctant auf. Aber gegen Hamburg gab es schon oft genug F\u00fcnfsatzspiele.<\/p>\n<p>Inzwischen betrug der Vorsprung \u201enur noch\u201c sechs Matchb\u00e4lle. Vor allem, in der laufenden Saison gab es bislang noch nichts S\u00fc\u00dfes, nur Saures f\u00fcr den VfB 91 Suhl. Der letzte Erfolg gelang mit einem 3:2 beim Playoff-Heimspiel gegen den Schweriner SC und datierte vom 25.M\u00e4rz des Jahres 2012. Eine Ewigkeit..! Ok, einschlie\u00dflich der Sommersaisonpause dann korrekt eben nur acht Monate. Doch beim finalen 25:18 gegen Hamburg lebte die  \u00fcbersch\u00e4umende Freude in der Suhler Manege (und nun auch bei mir) endlich wieder auf. Besonders Felix Koslowski war v\u00f6llig zu recht au\u00dfer sich und schloss seine urspr\u00fcnglich beabsichtigte Hechtrolle auf den Brettern die die Welt bedeuten sicherheitshalber lieber mit einer Bauchlandung ab. Seinem \u201eWolfsrudel\u201c gelang nicht nur ein taktisches, sondern vor allem unter den bis dahin anhaltend psychisch belastenden Verl\u00e4ufen auch ein couragiertes Spiel. Die erste befreiende Punkt(e)landung der laufenden Saison war in Sack und T\u00fcten. Freilich, die Nordlichter hatten auch schon bessere Tage. F\u00fcr unseren VfB 91 Suhl aber war es nach dem \u00e4u\u00dferst miserablen Start der lang ersehnte erste Erfolg.<\/p>\n<p>Auch beim n\u00e4chsten Spiel in Aachen f\u00fchrte der VfB 91 Suhl nach zwei gewonnenen S\u00e4tzen im dritten Abschnitt wieder mit 24:16 und rundete diesmal mit 25:19 das Match ab. Das gab f\u00fcr das Heimspiel gegen den K\u00f6penicker SC Mut. Der Kiezverein stand zu diesem Zeitpunkt aber f\u00fcnf Pl\u00e4tze vor dem VfB 91 Suhl. Endergebnis: VfB 91 Suhl drei, K\u00f6penicker SC null. Somit waren seit dem Erfolg gegen Aurubis Hamburg nunmehr 6:0 Punkte und 9:0 S\u00e4tze zu verzeichnen, auch wenn anschlie\u00dfend in Wiesbaden inzwischen mit Neuzugang Heloiza Lacerda Pereira nur ein einziger Satz zu gewinnen war. Dem folgte zum Abschluss der Hinrunde ein pflichtgem\u00e4\u00dfes 3:0 zuhause gegen den VCO Berlin, wobei die Qualit\u00e4t des eigenen Spieles zweifelsohne kaum Niveau der 1. Bundesliga aufwies.<\/p>\n<p>Die Zwischenbilanz der Hinrunde mit vier Siegen in 11 Spielen hatte den 10. Rang und vier Punkte Abstand zum Abstiegsplatz, den Alemannia Aachen unterdessen innehatte, zur Folge.<\/p>\n<p>Der Auftakt in die zum Teil spielansetzungsge\u00e4nderte R\u00fcckrunde begann wiederum ern\u00fcchternd, wobei jetzt noch ein paar personelle Ausf\u00e4lle hinzukamen.<\/p>\n<p>Nach der \u201ezul\u00e4ssigen\u201c Niederlage in Dresden schloss sich bei den punkt- und bis dahin auch ohne Satzgewinn spielenden Azubis des VCO Berlin eine auch noch buchst\u00e4blich doppelt schmerzvolle 2:3 Schlappe an, denn bei der mittlerweile erforderlich zu \u00fcbernehmenden Regierolle durch Lauren Bertolacci sprang bereits im ersten Satz bei einem Zusammenprall mit der eigenen Mitspielerin und ohne passende Alternative f\u00fcr einen Wechsel dieser Schl\u00fcsselposition die Kniescheibe raus. Suhl war jedenfalls gegen den Tabellenletzten bei s\u00e4mtlichen Spielelementen neben der M\u00fctze und trat mit dickem Hals vom Spielfeld.<\/p>\n<p>Zuhause gegen die Gipfelst\u00fcrmerinnen der Liga &#8211; dem souver\u00e4nen Tabellenf\u00fchrer und international erfolgreichen Schweriner SC &#8211; aber zeigten unsere VfB-M\u00e4dels anschlie\u00dfend ein wackeres Spiel, auch wenn es trotz sogar stellenweise hoher Ballpunktvorspr\u00fcnge am Ende jedes Mal nicht ausreichte. Also erst einmal wieder 0:6 Punkte zum R\u00fcckrundenauftakt.<\/p>\n<p>Gegen den Tabellenvierten und Pokalfinalisten 1.VC Wiesbaden aber wurde die nochmals charaktervoll gezeigte Spielweise unserer M\u00e4dels diesmal wenigstens mit einem 3:1 honoriert. MVP war die Mannschaft, schrieb ein User bei Facebook.<\/p>\n<p>Die restlichen sieben Begegnungen hatten entscheidenden Charakter in alle noch denkbaren Tabellenbereiche. F\u00fcr eine Playoff-Teilnahme fehlte jedoch letztendlich bei nur noch zwei Erfolgen in K\u00f6penick und Hamburg die notwendige Best\u00e4ndigkeit. Wenigstens konnte drei Spieltage vor Ultimo in Vilsbiburg vorzeitig der Erstligaverbleib und damit die Pre-Playoffs gesichert werden. Abstrus jedoch: im letzten Hauptrundenheimspiel gegen den sportlichen Absteiger Alemannia Aachen reichte selbst eine 10:1 F\u00fchrung im ersten Satz nicht, ging noch mit 21:25 &#8211; und die Auff\u00fchrung mit 2:3 &#8211; in die Binsen. <\/p>\n<p>Mit gerademal drei siegreichen Spielen hatte die R\u00fcckrunde schlie\u00dflich noch weniger Erfolg als die Hinrunde.<\/p>\n<p>Das erste Pre-Playoff Spiel fand in Hamburg statt. Nach den zwei 3:0 Erfolgen in der Hauptrunde eigentlich der (qualifizierte) Wunschgegner. Doch diesmal gab es gegen das Elbinselteam eine derbe Abfuhr. Vendula Merkova, die Ex-Suhlerin, schoss unseren VfB regelrecht ab. Und auch das R\u00fcckspiel in der Wolfsgrube sah die Hamburgerinnen diesmal mit 3:1 im Vorteil. Die Probleme des VfB 91 Suhl zeigten sich auch hier wieder  deutlich. Im ersten Satz f\u00fchrten unsere M\u00e4dels mit 18:14, gaben aber mit einer 2:11 Serie durch eine Reihe von Eigenfehlern den Auftaktsatz noch ab. Solche Verl\u00e4ufe &#8211; vor allem zum Ende eines Spielabschnittes &#8211; zogen sich wie ein roter Faden durch die gesamte Saison und kippten \u00f6fters noch das Ergebnis zugunsten der Kontrahentinnen.<\/p>\n<p>Das war`s dann auch 2012\/13 &#8211; 25 Pflichtspiele &#8211; sieben Erfolge! Bzw. (einschlie\u00dflich DVV-Pokal-Achtelfinale) sechs Tiebreak-Spiele ohne einen einzigen Triumph. Auch das sagt genug.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend 2012 vor allem auch die Saison des Challenge-Cups war, trat die echte \u201eHerausforderung\u201c erst 2012\/13 auf. Doch das ist inzwischen Geschichte.<\/p>\n<p>F\u00fcr 2013\/14 wird die Thematik des Sponsorings die entscheidende Leitthematik f\u00fcr den Verein werden. Das hat die abgelaufene Spielserie (mit Anspannungen) nachdr\u00fccklich gezeigt.<\/p>\n<div style=\"font: 9px Verdana; background-color: #ededed; padding: 3px 5px 3px 5px; margin: 3px 0px 5px 0px; border: 1px solid #DEDEDE;\">Per E-Mail eingesendet von Gerhard am 28.03.2013. Der Artikel und darunter ver\u00f6ffentliche Kommentare spiegeln die Meinungen der Autoren wieder und sind von uns bei Ver\u00f6ffentlichung nicht bearbeitet oder gek\u00fcrzt worden. <em>(d.Red.)<\/em><\/div>\n<p>\n[ratings]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unser treuer Leser und VfB-Fan Gerhard hat sich die Zeit genommen, die abgelaufene Saison einmal aus seiner Sicht zu rekapitulieren. Wir m\u00f6chten die Gelegenheit nutzen und seine M\u00fche an dieser Stelle honorieren, indem wir ihn hier ungefiltert zu Wort kommen lassen. 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