{"id":8049,"date":"2013-10-09T17:19:07","date_gmt":"2013-10-09T15:19:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dynamics-suhl.de\/monsterblog\/?p=8049"},"modified":"2013-10-13T17:32:07","modified_gmt":"2013-10-13T15:32:07","slug":"suhl-10-jahre-in-der-bundesliga","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dynamics-suhl.de\/monsterblog\/suhl-10-jahre-in-der-bundesliga\/","title":{"rendered":"Suhl 10 Jahre in der Bundesliga"},"content":{"rendered":"<p><strong>Gerhard Berger<\/strong> notierte Erlebnisse, Episoden und Highlights aus der ersten Bundesligasaison 2003\/2004 und stellte diese den Dynamics zur Ver\u00f6ffentlichung zu, was hiermit geschieht:<\/p>\n<p>            \n\t\t<div class=\"ngg-gallery-singlepic-image ngg-left\" style=\"max-width: 154px\">\n\t\t\t    \t<a href=\"https:\/\/www.dynamics-suhl.de\/monsterblog\/wp-content\/gallery\/diverse_2013-14\/foto62_850px.jpg\"\n\t\t     title=\"\"\n             data-src=\"https:\/\/www.dynamics-suhl.de\/monsterblog\/wp-content\/gallery\/diverse_2013-14\/foto62_850px.jpg\"\n             data-thumbnail=\"https:\/\/www.dynamics-suhl.de\/monsterblog\/wp-content\/gallery\/diverse_2013-14\/thumbs\/thumbs_foto62_850px.jpg\"\n             data-image-id=\"19488\"\n             data-title=\"foto62_850px\"\n             data-description=\"\"\n             target='_self'\n             class=\"ngg-fancybox\" rel=\"4cc282def60e90076b9055ceddfb1308\">\n            <img class=\"ngg-singlepic\"\n             src=\"https:\/\/www.dynamics-suhl.de\/monsterblog\/wp-content\/gallery\/diverse_2013-14\/cache\/foto62_850px.jpg-nggid0519488-ngg0dyn-154x0x100-00f0w010c010r110f110r010t010.jpg\"\n             alt=\"foto62_850px\"\n             title=\"foto62_850px\"\n              width=\"154\"               \/>\n    \t<\/a>\n\t\t      <\/div>\n        Als am 11. Oktober 2003 der VfB 91 Suhl seine Feuertaufe \u201e1. Bundesliga Frauenvolleyball\u201c im \u00fcberf\u00fcllten Coubertin Gymnasium der Th\u00fcringer Landeshauptstadt unterst\u00fctzt von einem euphorisierten Tross un\u00fcberseh- und un\u00fcberh\u00f6rbarer Suhler Anh\u00e4nger gegen den Mitaufsteiger TuS Braugold Erfurt erfolgreich startete, konnte damals niemand wissen, dass zehn Jahre sp\u00e4ter&#8230; <!--more--> &#8230;aus finanziellen Zw\u00e4ngen eine Kooperation beider Vereine in Zusammenarbeit mit dem Th\u00fcringer Volleyball Verband unter den Namen VolleyStars Th\u00fcringen entstehen w\u00fcrde.<br \/>\nW\u00e4hrend TuS Braugold Erfurt nach einem Jahr in der h\u00f6chsten Spielklasse dann mit dem neuem Hauptsponsor Stadtwerke Erfurt in der 2. Bundesliga wieder Fu\u00df fasste, konnte der VfB 91 Suhl mit Ausnahme der Spielzeit 2012\/13 nahezu ein Jahrzehnt sportliche Erfolge in der 1. Bundesliga pr\u00e4sentieren. So z. B. zum Abschluss der jungfr\u00e4ulichen Phase 2004 bereits Sechster von zw\u00f6lf Teams, zweimal Dritter der deutschen Meisterschaft in den Jahren 2007 und 2011, DVV- Pokalsieger 2008 bzw. DVV- Pokalendspielfinalist 2010 und 2011 sowie Dritter beim internationalen Wettbewerb des Challenge-Cup 2012.<br \/>\nIm ersten Bundesligajahr geh\u00f6rten vor allem so einige unvermutet gro\u00dfartige (Heim) Partien dazu. So der Auftakt in der Wolfsgrube am 18. 10. 2003 vor 1.600 Zuschauern gegen den bis dahin schon siebenmaligen Meister und neunmaligen Pokalsieger USC M\u00fcnster, denn der haushohe Favorit musste unerwartet in den Tiebreak, gewann diesen aber geradeso mit 12:15. Dennoch gab es Standing Ovation f\u00fcr diese au\u00dfergew\u00f6hnliche Leistung der Gastgeberinnen. Und als der USC zur Meisterrunde in der Wolfsgrube sogar eine derbe Abfuhr beziehen musste, waren diesmal 1.600 \u201eEnthemmte\u201c v\u00f6llig aus dem H\u00e4uschen. Ein paar Jahre sp\u00e4ter schwankte dann sogar der \u201eLeuchtturm des deutschen Frauenvolleyballs\u201c wegen monet\u00e4rer N\u00f6te, fiel aber nicht.<br \/>\nAuch die Spiele gegen den damaligen Deutschen Meister und international t\u00e4tigen SSV Ulm Aliud Pharma begeisterten immer wieder. Am 31. Oktober 2003 brannte f\u00fcr dieses reizvolle Match in der Wolfsgrube sprichw\u00f6rtlich die Luft. Und am Ende der nervenaufreibenden 3:2 Partie (25:20, 21:25, 25:23, 26:28, 18:16) gl\u00fchten den Spielerinnen und 1.800 Anh\u00e4ngern des VfB die Augen, dem G\u00e4stetrainer Mathias Eichinger und seiner Mannschaft aber von diesem Spektakel die Ohren. \u201eDas Wunder von Suhl\u201c titelte damals \u201eFreies Wort\u201c in seiner Montagsausgabe diese faustdicke \u00dcberraschung. Deshalb warnte auch Ulms Trainer dann zum Spiel in der Meisterrunde: \u201eWer einmal in Suhl war, wei\u00df welch Fan-H\u00f6lle ihn erwartet!\u201c  Die 1.600 Enthusiasten sorgten auch gleich zu Beginn mit Laola Wellen oder mit dem \u201eHolzmichl\u201c f\u00fcr eine beeindruckende Atmosph\u00e4re. Dazu au\u00dfergew\u00f6hnlich lange Ballwechsel. Ein Wahnsinnsspiel mit allen Finessen, bei dem Suhl mit 3:1 die Oberhand behielt. \u201eJubel-Erdbeben in der Wolfsgrube\u201c, hie\u00df dann die Schlagzeile bei \u201eFreies Wort\u201c. Ulm aber versank nach dem Ende der Saison als Dritter wegen Insolvenz vom Sternenhimmel der 1.Liga.<br \/>\nSelbst Bayer 04 Leverkusen sollte noch die Finanzproblematik beim Volleyball kennenlernen. 2003 kamen die Asse aus dem Rheinland nach sieben Spielen und sieben Siegen noch als souver\u00e4ner Tabellenf\u00fchrer in die Wolfsgrube und mussten mit einem 0:3 entt\u00e4uscht wieder nach Hause fahren. Auch in der Meisterrunde hatten die Leverkusenerinnen bis dahin wieder sieben Mal kein Spiel verloren, bis sie erneut beim VfB 91 Suhl antreten mussten. Und die 1.800 Begeisterten sahen ein Duell auf Biegen und Brechen. Die Entscheidung fiel erst im f\u00fcnften Satz. Nachdem die VfB-M\u00e4dels dort zun\u00e4chst mit 0:6 aussichtslos zur\u00fccklagen, erreichten sie beim 12:12 bzw. 14:14 doch noch den Gleichstand. Dann blockten zweimal Magdalena Sadowska zusammen mit Maja Ilic die G\u00e4ste zum 16:14 in einen Schockzustand. \u201eSo sehen Sieger aus\u201c, schallte es nach Spielschluss im Tollhaus Wolfsgrube. Unvergesslich. Leverkusen hatte die Meisterschaft zwei Spieltage vor der Kr\u00f6nung in Suhl verspielt. Und 2008 verabschiedete sich dann sogar die Volleyballabteilung des Konzerns wegen finanzieller Klemmen aus dem 1.Bundesligagesch\u00e4ft.<br \/>\nAuch der Dresdner SC musste am 8.November 2003 in der Wolfsgrube mit 1:3 die Segel streichen. 1.850 Sympathisanten des VfB 91 Suhl jubelten grenzenlos. \u201eWir haben in Suhl vor einer Wahnsinnskulisse gespielt, vielleicht wird es bei uns noch lauter\u201c, \u00e4u\u00dferte sich der damalige Dresdner Coach Arnd Ludwig vor dem mitteldeutschen Derby dann in der Elbmetropole. Dieses Duell reizte sogar den MDR f\u00fcr seine Sendung \u201eSport im Osten\u201c. Die Zuschauer sahen ein Geschehen, welches st\u00e4ndig auf und ab wogte. Im ersten Durchgang 25:19, im zweiten 25:21 und im dritten war nach einem 21:23 R\u00fcckstand dann bei 26:24 endg\u00fcltig die Sensation gelungen. Dresdens Corina Ssuschke versenkte mit voller Angriffslust den Ball au\u00dferhalb des Spielfeldes. Danach herrschte beinahe Schweigen in der Margonarena &#8211; mit Ausnahme nat\u00fcrlich bei den Suhler Spielerinnen und ihrem zahlreichen Anhang. Erst in der Meisterrunde trumpften die S\u00e4chsinnen in der Wolfsgrube erstmals auf. Und beim R\u00fcckspiel in Dresden lagen unsere VfB-M\u00e4dels erwartungsgem\u00e4\u00df 0:2 nach S\u00e4tzen zur\u00fcck. Nachdem jedoch der 1:2 Anschluss gelungen war, wurde es noch einmal sehr spannend, denn die Gastgeberinnen fanden nun keine Mittel gegen den starken Suhler Block. Der finale Satz musste also die Entscheidung bringen. Und da hatte Natascha Loncar beim 15:13 das gl\u00fcckliche H\u00e4ndchen und Dresden wieder sein \u201eBlaues Wunder\u201c.<br \/>\nMit Katja W\u00fchler (zur Aufsteigerin des Jahres 2003 gew\u00e4hlt) und Birgit Thumm (bis dato \u00fcber 70 Eins\u00e4tze f\u00fcr das DVV-Team) standen zwei au\u00dferordentliche Spielerinnen in Vilsbiburgs Reihen. Die Heimbegegnung fand dann zwischen Nervosit\u00e4t auf beiden Seiten und Volleyball vom Feinsten statt. Schmetterb\u00e4lle, Lupfer, simpelste Fehler, fabelhafte Abwehraktionen, sagenhafte Kracher und auch Kurioses. Z. B ein von \u201eMila\u201c (Miloslava Bublova) mit allerletzter Verrenkung abgewehrter Ball, der als retournierende Bogenlampe unerreichbar im \u00e4u\u00dfersten Eck des Spielfeldes der G\u00e4ste landete oder eine intuitiv erfolgreiche Faust! (Not-) Abwehr von Alke Nagel und auf diese und \u00e4hnliche Art damit schlie\u00dflich mit 5:0 im dritten Abschnitt in der Erfolgsspur, nachdem es bis dahin nach S\u00e4tzen unentschieden stand.  Dazu eine bis zum Rand gef\u00fcllte Wolfsgrube. Laola Wellen  .  .  .  .  Endergebnis: 3:1 f\u00fcr Suhl und somit wieder ein Schritt in Richtung der inzwischen anvisierten Meisterrunde. Die anwesende Volleyball-Prominenz (DVV, Hauptsponsor, OB der Stadt Suhl) hatte ein leidenschaftliches Spiel und Magdalena Sadowska neuerdings mit Rasta-L\u00f6ckchen gesehen.<br \/>\nAuch das Heimspiel gegen Hamburg war mitrei\u00dfend. Nachdem schon ausw\u00e4rts ein \u00fcberraschender 3:1 Sieg gelang, empfing das Team im ersten Spiel des Jahres 2004 den TV Fischbek Hamburg. \u201eWetten dass ?\u201c lief im Fernsehen. Doch davon lie\u00dfen sich 1.800 Zuschauer nicht reizen, gingen lieber in die Wolfsgrube und sahen  d  a  s  Spiel der Alke Nagel. Und es ging (wieder einmal) sehr eng zu. 27:25 im ersten und 25:21 im zweiten Durchgang. Doch im dritten Abschnitt lag unser VfB mit 1:9 trostlos zur\u00fcck. Die leidenschaftlichen Forderungen der Fans \u201eK\u00e4mpfen, VfB k\u00e4mpfen\u201c und das au\u00dfergew\u00f6hnliche Spiel von Alke Nagel, die ja wegen eines vorangegangenen Kreuzbandrisses bis dahin nur Kurzeins\u00e4tze hatte, bleiben heute noch in bester Erinnerung, denn die Kapit\u00e4nin, die w\u00e4hrend des zweiten Satzes eingewechselt wurde, trug nun ma\u00dfgeblich zur Ver\u00e4nderung des Spielstandes bei. Egal was sie tat, ihr gelang einfach alles. Das Zwischenergebnis zur zweiten technischen Auszeit lautete &#8211; kaum zu glauben &#8211; 16:15 f\u00fcr Suhl. Und es blieb bis zum Schluss weiterhin verdammt umk\u00e4mpft. 23:23 &#8211; und (nach dem 1:9 R\u00fcckstand) schlie\u00dflich 25:23. Das hielt doch keiner der Anwesenden f\u00fcr m\u00f6glich. Ein paar Jahre sp\u00e4ter aber hatte selbst die Gro\u00dfstadt Hamburg fiskalische (Nordsee) St\u00fcrme zu \u00fcberstehen, fand aber schlie\u00dflich einen kupfernen Rettungsanker.<br \/>\nNur die Matches gegen den Schweriner SC liefen nicht so gut.  Dazu geh\u00f6rte auch das letzte Meisterrundenspiel im April 2004. Das hielt die knapp 2.000 Zuschauer jedoch nicht davon ab, sich bei der Mannschaft f\u00fcr eine au\u00dfergew\u00f6hnliche Volleyballsaison mit tosendem Applaus zu bedanken. Und wie bereits zum R\u00fcckspiel beim Th\u00fcringenderby im Dezember 2003 spielte zum Abschluss der Saison auch da wieder die Band \u201eRest of Best\u201c aus Weimar. Dazu noch die Versteigerung von Trikots, Laserschie\u00dfen und Freibier. Mit blau gef\u00e4rbten Haaren der Spielerinnen und auch des Trainers wurde der sechste Tabellenplatz zum Abschluss der Spielserie 2003\/2004 dann ausgiebig in der Wolfsgrube gefeiert. \u201eThank you for this great Season\u201c lautete eine originelle W\u00fcrdigung auf einem Fan-Plakat.<br \/>\nVor allem hatten sich die M\u00e4dels mit diesen Leistungen auch einen Namen gemacht. \u201eMila\u201c mit ihren unglaublichen Libero- (Abwehr) Aktionen war schnell zum everybodys Darling in der Wolfsgrube geworden. Auch in den ausw\u00e4rtigen Hallen rief sie regelm\u00e4\u00dfig Erstaunen hervor, brachte die gegnerischen Scorer wiederholt zur Verzweiflung. Dazu Natascha Loncar und Maja Ilic, Mittelblockerinnen von Format. Magdalena Sadowska, eine Ballpunktegarantin. Oder auch Jane Hofmann, die konnte &#8211; wenn es zum Ende eines Satzes eng wurde &#8211; oft noch einen draufsetzen. Oder Anke Nagel und Annamaria Polgar, die ruhigeren Typen (auf dem Spielfeld). Dazu in der Stammformation Svelana Krstic, eine Spielerin mit unvorhersehbaren \u201eHandstreichen\u201c. Trainer Jan Kirchh\u00f6fer hatte ein tolles Team geformt.<br \/>\nUnd nicht zu vergessen. Es gab ja noch den R\u00fcckrundenauftakt mit dem Th\u00fcringenderby am 21. Dezember 2003 in der Wolfsgrube. Hierf\u00fcr mussten sogar zweihundert zus\u00e4tzliche Sitzpl\u00e4tze an den Stirnseiten des Spielfeldes mit einer dazu extra noch notwendigen Baugenehmigung gegen die am Ende der Tabelle befindlichen Landeshauptst\u00e4dterinnen durch die Vereinsleitung organisiert werden. Und tats\u00e4chlich, fast 2.200 Zuschauer f\u00fcllten die Wolfsgrube. Besucherrekord, der auch heute noch Bestand hat. Die freudvolle (Weihnachts-) Stimmung in der Wolfsgrube hielt auch nach dem Spiel an. Hierf\u00fcr lie\u00df der Verein anschlie\u00dfend das Parkett mit Filzbelag auslegen und er\u00f6ffnete die vorbereitete Party. \u201eRest of Best\u201c, die schon vor Beginn des Spieles f\u00fcr viel Schwung sorgte, mischte auf. Dazu Freibier von \u201eK\u00f6stritzer\u201c. Und au\u00dferdem konnten die Fans hautnah mit ihren Lieblingsspielerinnen fachsimpeln. Es war schlichtweg die Zeit des uneingeschr\u00e4nkten Freudenrausches. Wie man nunmehr wei\u00df,  war es die letzte Punktspielbegegnung der beiden Konkurrenten in der 1. Bundesliga.<br \/>\nNun kann man nur hoffen, dass sich f\u00fcr den neuen Verein VolleyStars Th\u00fcringen auch ein Hauptsponsor sowie ausreichend weitere F\u00f6rderer finden. Und wenn die Volleyballinteressenten beider St\u00e4dte das neue Projekt tatkr\u00e4ftig begleiten und unterst\u00fctzen, dann k\u00f6nnten aus den ehemaligen Rivalen doch noch Busenfreunde werden.<\/p>\n<p>[ratings]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gerhard Berger notierte Erlebnisse, Episoden und Highlights aus der ersten Bundesligasaison 2003\/2004 und stellte diese den Dynamics zur Ver\u00f6ffentlichung zu, was hiermit geschieht: Als am 11. Oktober 2003 der VfB 91 Suhl seine Feuertaufe \u201e1. 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