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Re: Fanclubversammlung Mai/Juni 2012
(15.06.2012 10:02), von Suhler91
 

Eins, Zwei, Drei..!

Autor: Ingolf Rust, Montag, 27. Februar 2012

Auf das Konto des Bodennebels in Ankara geht nur ein kleiner Teil der Verzögerung, mit der diese versprochene Fortsetzung unseres Reiseberichts erscheint. Aber immer schön der Reihe nach: Mittwoch früh hätte es uns ja fast schon dämmern müssen, denn ganz Ankara war zur Frühstückszeit in eine dicke Smog-Glocke gehüllt, die sich allerdings bis zur zweiten Tasse türkischen Kaffee fast verzogen hatte.

Dynamics Multimedia: Die Bilder zum Spiel folgen!

Danach folgte für unser Team – wie könnte es anders sein – das obligatorische Videostudium. (Am Abend sollte sich dann übrigens auch dem letzten Laien erschließen, wozu die ganze Mühe gut war.) Während also unsere Damen aufmerksam Felix‘ Ausführungen lauschten, trainierte das Team der Gastgeberinnen 6 Etagen weiter unten, und wärmte das Feld für unsere Mannschaft vor. Bis zum Mittagessen war dann auch für die Ladies um Käpt’n Claudia Steger das letzte Training vor dem großen Spiel abgeschlossen. Nach der Stärkung mit Pasta stand für das Team Mittagsruhe auf dem Programm, während sich der Trainerstab und die „eingebetteten“ Journalisten aufmachten, das größte Einkaufszentrum Ankaras zu erkunden. Der Weg dorthin war leicht abenteuerlich, aber am Ende war der riesige Kasten fast nicht zu verfehlen. Zur Freude aller (nun ja, vielleicht bis auf eine Person) gab es dort auch reichlich Filialen einer US-amerikanischen Kaffeehaus-Kette. Einen ordentlichen Koffeinschub später ging es jedoch auch gleich wieder zurück ins Hotel – eine typisch südländische Taxifahrt mit ein zwei Abkürzungen inklusive.

Die Zeit bis zum Anpfiff verkürzte sich zusehends, und kurz nach Vier war die Suhler Delegation dann auch komplett. Die dynamische Unterstützung war mitsamt des Sperrgepäcks (drei VfB-Fahnen) eingetroffen und bestaunte von der 6.Etage aus die schmucke Wettkampfhalle des türkischen Verbandes. Ein Teil der Dynamics brach allerdings gleich noch mal Richtung Stadt auf, denn im Sporthotel gab es verständlicherweise keinen Alkoholausschank. So musste für die Zeit nach dem Spiel (ob nun Party oder Frustbewältigung) vorgesorgt werden.

Gegen 17:30 betraten wir dann zum letzten Mal die Halle im TVF Sport Complex zu Ankara. Während Scout Olaf sein Equipment aufbaute suchte sich die Presseabordnung ebenfalls einen guten Platz – mit der Hoffnung, dort auch Zugang zum Internet zu haben. Später sollte sich herausstellen, dass dies das einzige Manko in der wunderschönen Arena war. Vom spärlichen Zuschauerzuspruch mal abgesehen, denn vor Beginn der Partie zählten die Dynamics ca. 96 Zuschauer auf den Rängen (alle Polizisten eingerechnet). Während der Partie erhöhte sich diese Zahl kaum noch, und so waren am Ende sicher mehr Zuseher am Livestream zugegen, als unser Team in einer großartigen Partie einen weiteren Auswärtserfolg im Challenge Cup einfuhr.
Besonders die 23 Blockpunkte zeigten deutlich auf, dass unsere Damen im Videostudium genau hingesehen hatten, wie der Gegner angreifen würde.

Danach war nur noch Feiern angesagt – die Anspannung hatte sich nach dem Abpfiff bei allen Mitgereisten in eine ausgeglichene Freude verwandelt. Ohne übergroße Jubelszenen, aber ausgelassen und mit sehr entspannten Mienen ging es dann zum Abendessen zurück in den 6.Stock, wo auch im Anschluß ein klein wenig gefeiert wurde. Da der Bus zum Flughafen allerdings 3:55 vor dem Hotel warten würde, war das ein oder andere Bierchen von den Fans recht schnell gezischt, und die Spielerinnen hielten sich auch nicht all zu lange an ihrem Mineralwasser fest. Kurz nach Mitternacht waren alle verschwunden und versuchten wenigstens noch eine kleine Mütze Schlaf zu finden.

3:55 Uhr – der Bus zum Flughafen. In Ankara vor dem Hotel war das Gefährt noch 1A zu erkennen. Keine Anzeichen auf das, was nun folgen würde. Vor dem Flughafen war sie dann aber da, die große Nebelwand. Um es mal plastisch auszudrücken: die Fenster der Abflughalle hätten auch aus Milchglas sein können. Es hätte keinen Unterschied gemacht. Doch am Ende hatte die VfB-Delegation Glück im Unglück. Ca. 3h verspätet konnte unsere Maschine auf die Startbahn rollen. Einmal kurz Vollgas und noch mal dem Towerpersonal gewunken, welches sich wahrscheinlich gerade in seiner erhobenen Position über der Nebeldecke sonnte. Der Rest der Reise verlief dann reibungslos, von ein paar Turbulenzen mal abgesehen, aber statt der vom Piloten versprochenen 15 Minuten Achterbahn war auch dieser Spuk bereits nach ein paar Hopsern vorbei. Zur Erleichterung einiger Passagiere, die bereits eh schon etwas weiß um die Nasenspitze waren. Bei der Ankunft in Suhl gegen 15:30 Uhr waren wir allerdings nur noch müde. Aber auch sehr glücklich.

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3 Kommentare zu „Eins, Zwei, Drei..!“

  1. Gerhard sagt:

    Im Falle eines Gesamterfolges gegen Ankara würde der Halbfinalgegner für unseren VfB das Team von Baki Baku (15: 9 Golden Set Sieger gegen Omsk ) heißen.

  2. stoppe sagt:

    lufthansa fliegt ab frankfurt direkt nach baku.. wer kommt mit? ;)

  3. Torsten sagt:

    Gerne, wenn ich fit wäre, so mit Knochenbruch zuviel Stress!! AQußerdem habe ich keinen Pass!

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