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Re: Fanclubversammlung Mai/Juni 2012
(15.06.2012 10:02), von Suhler91
 

Interview mit Jelena „Jeca“ Mijatovic

Autor: Bux, Samstag, 28. April 2007

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Suhl, 28.04.2007: Es ist geschafft…der dritte Platz ist unser! Zumindest für sieben Tage. Nach einem zähen Start im ersten Satz und einem vernichtenden Zweiten, fand das Team zurück ins Spiel und holte sich die Sätze drei und vier und ergatterte damit zwei Punkte gegen die Damen von NA.Hamburg. Nach dem verwandelten Matchball sprang buchstäblich die ganze Halle auf, und feierte diesen wichtigen Sieg, aber unser Bier musste noch ein bisschen im Faß verweilen. Wir konnten nach dem Spiel mit Jelena Mijatovic sprechen, und wir sind überzeugt, dass das daraus entstandene Interview wieder sehr gut geworden ist. Daher möchten wir dafür an dieser Stelle noch einmal ein großes Dankeschön an Jelena senden.

Dynamics: Herzlichen Glückwunsch zum Sieg! Kannst Du uns vielleicht in ein paar Worten das Spiel aus deiner Sicht beschreiben?
Jeca: Wir tun uns immer etwas schwer gegen Hamburg, und dieses Mal war die Frage, ob wir es schaffen würden in einen guten Rhythmus zu kommen, ob unser Zuspiel passt und inwiefern es uns gelingen würde, ein variables Angriffsspiel zu entwickeln. Heute hatten wir jedoch das ganze Spiel über ein paar Probleme mit dem Passspiel, aber wir waren in der Lage, das mit guten Angriffsschlägen, Blocks und guten Abwehraktionen auszugleichen. Auf der anderen Seite hatte auch Hamburg ein bisschen Mühe im Spielaufbau, so dass unsere Probleme nicht so schwer ins Gewicht fielen. Es war eben so ein Spiel, in welchem es nur eine Frage der Zeit war, bis eine der Mannschaften ihren Rhythmus findet und dann das Spiel für sich entscheidet.

Dynamics: Ihr legt ja gerade eine beeindruckende Aufholjagd in Richtung 3.Platz aufs Parkett, und habt als Team in den letzten Spielen trotz der verletzungsbedingten Ausfälle sehr gute Leistungen abgeliefert. Wie seid ihr – als Mannschaft – in diese Spiele hineingegangen?
Jeca: Zuallererst sind wir uns natürlich bewußt, wo wir stehen. Wir wissen, dass wir einige Ausfälle zu verkraften haben, und trotzdem einfach „da raus gehen“, und unser Bestes geben müssen, eben einfach ein gutes Spiel abliefern und füreinander einstehen. Wenn Eine von uns einen Fehler macht, müssen die Anderen für sie zur Stelle sein, und solange wir als Team zusammenspielen, wird auch alles gut gehen.

Dynamics: Im Hinblick auf die Chancen, den 3.Platz zu erreichen, und mit Blick auf den Spielplan: Ihr werdet wahrscheinlich die letzten Spiele beide gewinnen müssen, um das Ziel zu erreichen.
Jeca: Ja, entweder müssen wir beide gewinnen, oder Wiesbaden müsste noch mal verlieren… Ist ’ne verzwickte Sache. Wir würden schon sehr gerne den 3.Platz erreichen, aber ich glaube wir müssen einfach Schritt für Schritt vorgehen. Das war bislang unsere Einstellung und so werden wir auch weiterhin an die Sache herangehen. Wir werden nächstes Wochenende gegen Schwerin unser Bestes versuchen und dann werden wir auf das „Finale“ gegen Vilsbiburg in Suhl schauen. Hoffentlich können wir noch mal gute Leistungen abrufen und uns eine gute Position im Kampf um Platz 3 verschaffen.

Dynamics: Jetzt hast du ja ein Jahr in Deutschland hinter dir. Was sind denn deiner Ansicht nach die größten Unterschiede zwischen der NCAA und der DVL?
Jeca: In der NCAA gibt es viele gute Teams, aber man spielt nur gegen einige, weil die NCAA ein großer nationaler Wettbewerb ist. Die 15 Top-Teams sind wirklich sehr gut, sehr athletisch. Hier in der DVL sind die Technik und der Spielstil ein wenig anders. Den größten Unterschied sehe ich in der Länge der Saison, dort spielt man 3 Monate, hier sind es ja neun. Im Allgemeinen ist es eben ein anderer Volleyballstil, ein bisschen schneller und etwas körperbetonter und die Spielerinnen sind etwas athletischer – hier liegen die Schwerpunkte mehr bei Technik und Ballbeherrschung.

Dynamics: Wie hat dir das Jahr in Suhl denn insgesamt so gefallen?
Jeca: Oh, ich hab mich hier sehr wohl gefühlt. Suhl ist eine nette kleine Stadt. Wir haben hier viele Fans, die uns unterstützen, und die Halle ist Spiel für Spiel immer gut gefüllt. Es war eine schöne Erfahrung. Ich habe viel gelernt, und bin auch als Person gewachsen. Außerdem sind die Leute vom Verein sehr nett und hilfsbereit gewesen und die Mädels vom Team sind wirklich nett und cool drauf. Wie gesagt, es war wirklich schön und ich hab hier viele nette Erfahrungen sammeln können.

Dynamics: Leider wirst du uns ja demnächst verlassen. Hast du denn schon konkrete Pläne, wie es weitergeht?
Jeca: Nein, da denke ich im Moment überhaupt noch nicht dran. Ich versuche hier bis zum Schluß mein Bestes zu geben, und die Saison gut abzuschließen. Wir haben ja noch ein paar Wochen vor uns, und darauf konzentriere ich mich jetzt. Wenn ich hier alles erledigt habe, werde ich anfangen, mir Gedanken über meine Zukunft zu machen.

Dynamics: OK, dann erst einmal vielen Dank für das Interview und für deine Anstrengungen in dieser Saison und von uns die besten Wünsche für deine Zukunft.
Jeca: Gern geschehen, und auch ein Dankeschön für Eure Unterstützung. Wir wissen das wirklich zu schätzen.

Das Interview führte Ingolf Rust (SC).

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