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Re: Fanclubversammlung Mai/Juni 2012
(15.06.2012 10:02), von Suhler91
 

Interview mit Nadja Jenzewski

Autor: Bux, Samstag, 17. Februar 2007
Suhl, 17.02.2007: Nach dem wir das Interview mit Sherri geführt hatten, konnten wir auch noch ein paar Worte mit Nadja Jenzewski wechseln. Nachdem sie zu Saisonbeginn zu den Roten Raben gewechselt war, hatte sie am Samstag Ihren ersten Auftritt in der Wolfsgrube – seit ihrem Abschied aus Suhl. Obwohl die Heimkehr für sie und ihr Team nicht mit dem erhofften Resultat ausging, stellte sie sich trotzdem unseren Fragen. Dafür noch mal unser Dank an dieser Stelle. (SC)

Dynamics: Es war ja für beide Mannschaften im Prinzip ein wichtiges Spiel. Danke, dass du trotz der Niederlage Zeit für uns gefunden hast. Kannst du uns vielleicht ein bisschen erklären, warum ihr im 3. Satz so den Faden verloren habt?
Nadja: Wir hatten in den vergangenen Spielen immer noch Probleme mit der Annahme. Besonders wenn es so war, dass die gegnerischen Mannschaften mit dem Aufschlag richtig Druck gemacht haben. Wir haben es dann leider nicht geschafft die Aufgaben von Natasa unter Kontrolle zu bekommen. Wir sind dann letztendlich nicht mehr in den Satz rein gekommen. Passiert… es geht weiter…

Dynamics: Es passiert ja nicht so oft, wie es heute war…
Nadja: …das stimmt allerdings…

Dynamics: Dass der Abstand auf Münster noch mal so eng werden könnte hat sicher kaum noch jemand erwartet. Hattet ihr euch für das heutige Spiel irgendwas besonderes vorgenommen? Ihr habt ja noch ein Spiel mehr zu absolvieren als Suhl. und somit noch mehr Chancen, das wieder auszubügeln.
Nadja: Was besonderes vorgenommen, hinsichtlich des Gewinnen oder so was, haben wir uns nicht. Nachdem wir letzte Woche noch Probleme hatten auch in den ersten Sätzen unser Spiel zu finden, ging es einfach darum, eine gute Mannschaftsleistung abzuliefern, als Mannschaft gemeinsam zu spielen, und unser Spiel wieder zu finden. Ich denke das ist uns heute, abgesehen vom 3. Satz, auch ganz gut gelungen. Von daher können wir zufrieden sein. Das war das wichtigste.

Dynamics: Jetzt habt ihr, über die gesamte Saison gesehen, relativ viel Verletzungspech gehabt. Habt ihr dadurch, als Mannschaft, vielleicht ein wenig besser zusammen gefunden, seid etwas näher zusammengerückt ? Etwas, was man als "positive Sache" mitnehmen kann, wenn dann alle wieder "an Bord" sind?
Nadja: Ja, sicherlich. Verletzungspech hin oder her. Das gehört zum Sport dazu. Wir hatten in dem Moment nicht die Möglichkeit, viel darüber nach zu denken. Die Spiele waren wichtig, ganz egal, wie viele Spielerinnen da noch zur Verfügung gestanden haben. Von daher denke ich, haben wir es ganz gut geschafft und uns zusammen gerissen. Wir haben gute Spiele geliefert, auch mit relativ wenigen Spielerinnen auf der Bank. Ich würde es also nicht unbedingt auf das Verletzungspech zurückführen.

Dynamics: Auch dein Saisonstart war, geschuldet durch eine Verletzung, relativ holprig. Wie stehen deine Chancen mit der Nationalmannschaft? Ist da immer noch alles intakt?
Nadja: Ja, wir werden mal sehen. Die Sommerplanung ist bis jetzt noch nicht raus. Das heißt, es ist noch keine offizielle Planung vom DVV an die Spielerinnen gegangen. Wie der Bundestrainer nun seinen Kader festlegt, wen er wann zu welchen Maßnahmen und Lehrgängen einlädt, steht also auch noch nicht fest. Das wird sich am Anfang sicher wieder auf 18 bis 20 Leute beschränken, die da getestet werden in den verschiedensten Situationen, bis er seinen Kader endgültig zusammenstellt. Das heißt also, unbeschwert reingehen und sehen, was dabei heraus kommt.

Dynamics: Du bist ja Sportsoldatin. Wie viel davon ist "Sport", und wie viel davon ist "Soldatin"?
Nadja: Richtig "Soldat" ist die Grundausbildung. Das sind 2 Monate. Danach geht es eigentlich darum, den Sportlern die Möglichkeit zu geben, an ihren Sportstätten 2mal täglich zu trainieren, und in der Regel auch dort zu nächtigen. Der wöchentliche Trainingsplan muss bei der Einheit entsprechend bekannt sein. Des weiteren sind mindestens einmal im Monat, wenn es geht, auch häufiger, Besuche in der Einheit geplant, wo dann organisatorische Dinge geklärt werden. Und dann kommen noch Lehrgänge dazu, die entsprechend der Saison, wenn mal 3, 4 bis 8 Wochen frei sind, dazwischen geschoben werden. Das sind dann Übungsleiterlehrgänge, Feldwebellehrgänge und ähnliche Sachen. All die Lehrgänge, die einfach sein müssen, um – wenn es gewollt ist – im Laufe der Zeit einen höheren Dienstgrad zu erreichen.

Dynamics: Dann bedanken wir uns bei dir, und hoffen, dass wir uns in den Playoffs wieder sehen.
Nadja: Ja, das hoffe ich auch. Ich bin zumindest ganz sicher, dass wir das tun werden… (lacht)

Das Interview führte Ingolf Rust (SC). Dank an Tommy für’s abtippen.

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