Statistik
User: 2359817
Views: 20783890
Gestern: 452
Heute: 409
Seite durchsuchen
letzter Foren-Eintrag
Re: Fanclubversammlung Mai/Juni 2012
(15.06.2012 10:02), von Suhler91
 

Noch ist die Reise nicht zu Ende…

Autor: Joschik, Donnerstag, 15. März 2012

OK – manche werden diese Überschrift als Spinnerei oder Träumerei abtun. Aber ich habe gestern abend ein Baku-Team gesehen, das stark, sehr clever aber auch nicht unschlagbar für einen VfB in Topform ist. Und ich bin auch nicht geneigt alle Hoffnungen aufzugeben, obwohl ich eher ein realistischer Typ bin.
Viele haben gestern abend gesagt, in „Ankara-Form“ hätten wir Baku geschlagen. Das sehe ich allerdings etwas anders, weil die Girls aus Baku imstande waren, unsere Mädels ständig – auch aus schwierigen Situationen heraus – unter Dauerdruck zu setzen, was nicht spurlos an unserer Mannschaft vorüber ging. Dennoch – etwas Hoffnung auf ein erfolgreiches Auftreten des VfB in Aserbaidshan bleibt bestehen.

Dynamics Multimedia: Die Bilder von unseren dynamischen Fotografen: (c) René


Warum?

1. hat sich der VfB in vielen Phasen auf Augenhöhe mit Baki befunden, dann aber leider eigene Fehler produziert. Ich hätte gern mal gesehen, wie sich das Spiel entwickelt hätte, wenn dem VfB eine 3,4 Punkteführung gelungen wäre.
2. konnte der VfB nicht in Top-Besetzung spielen und war außerdem noch etwas grippegeschwächt
3. scheint unsere Topscorerin Vendy ausgerechnet jetzt in ein kleines Formtief gefallen zu sein. Das kann am Sonntag schon wieder anders aussehen. Wir wissen auch, dass sie sehr präzise Zuspiele benötigt um erfolgreich zu sein. Das war gestern leider oft nicht gewährleistet.

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Baku hat selbstverständlich das bessere, ausgebufftere Team. Mit einer Glanzleistung allerdings ist dem VfB auch ein erfolgreiches Auftreten in der aserbaidshanischen Hauptstadt zuzutrauen. Hoffen wir alle darauf, dass dies gelingen möge…
Für den Verein selbst könnte der Erfolgsfall ein großes Problem sowohl in finanzieller als auch organisatorischer Sicht bedeuten. Welche Anforderungen die CEV für die Finalspiele aufgemacht hat, konnte jeder im Programmheft lesen. Und schon für das Halbfinale war es sehr schwierig bei Sponsoren noch „eine kleine Schippe Kohle“ abzurufen.
Schön deshalb, am Rande von einem Vorstandsmitglied zu hören, dass dieser Abend zwar sportlich nicht ganz so erfolgreich aber „gut für das Sponsoring“ gelaufen sei. Wichtig, wenn man hört, welche Probleme momentan unsere Freunde in Aachen und der Hauptstadt haben. Und der VfB ist finanziell ja auch nicht auf Rosen gebettet…

Überhaupt – es war bis auf die kleine Enttäuschung wegen des verlorenen Spiels wieder ein toller Volleyballabend in Suhl. Äußerst bemerkenswert, dass die Thüringer Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht den Weg in die Wolfsgrube gefunden hatte. Und dass ihr das Spiel der Mädels und die Simmung in der Halle sehr gut gefallen haben, durfte ich in einem persönlichen Gespräch selbst erfahren. Sie lief mir sozusagen gerade über den Weg und antwortete ganz aufgeschlossen auf meine diesbezügliche Frage. Hoffentlich kann man aus der Antwort ableiten, dass es in Thüringen demnächst möglich ist, nicht nur fast 100 Millionen Euro in den Wintersportvorzeigeort Oberhof und in die Fußballstadien der Drittligisten Erfurt und Jena zu stecken, sondern dass auch ein klitzekleines Stück vom Kuchen für den Volleyball übrig bleibt.

Apropos Stimmung. Die war prächtig. In den TV-Aufzeichnungen kann man klar erkennen, dass sich dieses Mal auch ein Großteil des „normalen“ Publikums den Aktivitäten des Fanclubs anschloß. Und wann hat es das zuletzt gegeben, dass die Laola-Welle vier(!) mal um die Halle kreiste?
Minimini-Wermutstropfen: Die bekannten „Meckerer“ (die offensichtlich jeden Satz mit 25:0 gewinnen wollen) traten irgendwie geballt auf und trieben einen Fanclub-Kollegen fast zur Verzweiflung. Er hätte beinahe seinen Platz gewechselt… Aber das nur am Rande.
Zum Ablauf des Spiels braucht hier nichts mehr gesagt zu werde. Das kann man in den Medien nachlesen oder -schauen.
Die Leistung eines Linienrichters soll jedoch sehr in Frage gestellt werden. Wie schrieb jemand so schön in Facebook: „…als linienrichter darf man nicht die augen zumachen wenn der ball kommt und dann vor schreck die fahne vorstrecken“. Das sagt alles. Diese zwei Situationen beim Stand von 14:15 und 17:18 im dritten Satz und die danach aufkommende Unruhe incl. gelber Karte haben unser Team derart verunsichert, dass überhaupt nichts mehr lief. Dazu ist die Mannschaft noch zu jung, um es so abgeklärt wie Baku wegstecken zu können.
Übrigens nicht das erste Mal in dieser EC-Saison, dass deutsche Linienrichter in solchen Situationen gegen uns entschieden haben. Mehr möchte ich dazu nicht sagen…

Für wenige „Hartgesottene“ gab es dann noch einen wirklich schönen Ausklang des Abends. Chris Speer setzte sich an unseren Tisch und unterhielt sich lange Zeit mit den Fans, bis das Licht ausging. In Suhl auch nicht alltäglich…
So – jetzt gilt es auf „das Wunder von Baku“ zu hoffen. Und wenn alles gut geht, auf eine weitere Premiere in Suhl: PUBLIC VIEWING am Sonntag in der Wolfsgrube!
Auf geht’s VfB!

Dynamics Multimedia: letztes Bild im Artikel von Obus – Danke!

Links:
CEV-Seite zum Match
CEV-Seite, Fotos zum Match
Spielbericht FW
Fotos auf FW-Seite
Die Bilder vom „beinahe“ VfB-Hausfotografen Sebastian Schmidt
MDR aktuell 14.3.12 21.45
MDR Thüringenjournal
Rennsteig-TV, Aufzeichnung (dort sind 4 Teile zu finden)
Rennsteig-TV, Zusammenfassung und Pressekonferenz

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (4 votes, average: 5,00 out of 5)
Loading...

Schlagworte: , ,

2 Kommentare zu „Noch ist die Reise nicht zu Ende…“

  1. Torsten sagt:

    Prima, daß alles klappt! Kommt gut hin und zurück!

  2. Gerhard sagt:

    wenn auch die Chancen für unsere VfB-Mädels in Baku nicht gerade rosig sind, habe ich Bedenken, dass das an und für sich sehr lobende Vorhaben des Public Viewing in der Gaststätte der Wolfsgrube sich nicht noch zum „Anstoß vor dem Anstoß“ entwickelt.
    Würde sich denn notfalls sowohl technisch als auch organisatorisch noch etwas kurzfristig umdisponieren lassen, falls das Vereins-Domizil rappelvoll wird, ohne dass der Umsatz damit gefährdet wird?
    Vielleicht nach der Maxime: Mehr Plätze – Mehr Umsatz – Nichts ist unmöglich! Noch ist die Reise nicht zu Ende …
    Wird aber wohl nicht so einfach sein.

Kommentieren

:wink: :-| :-x :twisted: :) 8-O :( :roll: :-P :oops: :-o :mrgreen: :lol: :idea: :-D :evil: :cry: 8) :arrow: :-? :?: :!: