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Re: Fanclubversammlung Mai/Juni 2012
(15.06.2012 10:02), von Suhler91
 

Wieder ging es auf und ab

Autor: Joschik, Montag, 21. Oktober 2013

Ich mag diese Schwarz-Weiß-Malerei mit markigen Sprüchen einfach nicht! Wer von „…ging gründlich in die Hose“, „Anfängerfehlern“, „Training.Training.Training.“ und „überraschend starken Stuttgartern“ redet, will – meine ich – einfach auf dem Niveau einer bekannten Zeitung mit vier großen Buchstaben agieren. Tatsache ist, dass die Volleystars wieder einmal nicht konstant gut gespielt und eine Menge „dummer“ Fehler gemacht haben. Gründlich in die Hose gegangen ist gar nichts bei einer knappen 2:3-Niederlage. Wenn einer von so etwas reden könnte, ist das höchstens unser Ex-Trainer Felix Koslowski, dessen junge Truppe zu Hause von den Roten Raben deklassiert wurde. 0:3 und im dritten Satz 13:25 hieß dort das Ergebnis… Überraschend stark waren die Stuttgarter ebenfalls nicht. Wer sich in der Volleyballszene etwas auskennt, weiß, dass Cutinho dort ein Team mit einigem Potenzial zusammen hat. Der Tenor der Berichterstatterin lässt vermuten, dass man diese Mannschaft ganz locker und glatt mit 3:0 aus der Halle hätte schießen müssen.

Dynamics Multimedia: Fotos von René Siegling


Und da hier Fans schreiben, darf ich durchaus auch mal sehr emotional sein und fordern, dass unsere Heimatzeitung dieser auch fachlich nicht kompetenten Frau die Volleyballberichterstattung wegnimmt. Es ist nicht das erste Mal, dass sie sprichwörtlichen „Müll“ schreibt, aber in derart geballter Form war das bisher noch nicht der Fall…
So – der Frust zu diesem Thema ist jetzt abgebaut!
Prächtig angerichtet war alles in der Wolfsgrube am Samstag für den Heimspielauftakt unserer Mädels gegegen Allianz MTV Stuttgart. Man muss dem Team um Geschäftsführer Ingolf Rust einfach mal ein großes Lob aussprechen. Sofern ich es beurteilen kann, waren die Rahmenbedingungen nahezu perfekt ( Dynamics- Schule eben 😉 ). Mein Problem wurde jedenfalls sehr schnell gelöst, obwohl das wahrscheinlich garnicht so einfach war. Auch der neue Stand für Dauerkarten und VIP war ästhetisch ein Hingucker und fiel mir angenehm auf.
Woher Frau Fehse die offiziell 1.050 Zuschauer hat, muss sie selbst wissen. Laut der maßgeblichen DVL-Statistik strömten jedenfalls 1.250 Zuschauer in die Halle und sahen ein für unsere Begriffe etwas zu abwechslungsreiches Spiel.
Die Stimmung in der Arena musste sich überhaupt nicht vor der im vielgerühmten „Hexenkessel“ von Aachen verstecken. Darauf können wir stolz sein. Und manchmal nahm das Team auch die Begeisterung auf und klatschte mit dem Publikum im Gleichklang. So möchten wir sie sehen, unsere Akteure auf dem Feld und in der Wechselzone. Toll war auch, dass eine kleine aber feine Delegation von Fans der VSG Coburg/Grub (1.Volleyballbundesliga der Männer) unsere Trommler unterstützte und dabei mächtig Betrieb für unsere Girls machte.
Berichte und Analysen zum Spiel sind bereits genügend geschrieben worden, wer es noch etwas genauer wissen will, kann in der offiziellen Spielstatistik nachsehen (DVL-Statistikdatei). Dort ist u.a. auch zu lesen, dass der Schiedsrichter doch ein Herr Benedikt Geukes aus Stuttgart war. Gelungene taktische Finte also, ihn vom Hallensprecher als einen Mann aus Bocholt verkünden zu lassen. War sicher gut so, aber kann man die Anwendung solcher Mittel nicht im Vorfeld verhindern? Oh, man hat sich sicher versprochen – so kann eine Notlüge auch bezeichnet werden.
Ja – jetzt der aus Sicht eines Fans subjektive Eindruck zu unseren Ladies, in dem hoffentlich auch eine Menge Objektivität steckt. Also ich habe – genau wie in den Vorbereitungsspielen und in Münster – ein ständiges Auf und Ab bei unserer Mannschaft gesehen. Tollen und rassigen Angriffs- und Abwehraktionen standen im nächsten Moment simple Annahme- und Abwehrfehler in zu hoher Zahl gegenüber. Wer sagt, wir hätten zu viele Aufschlagfehler produziert, sollte sich mal die Bilanz der hervorragend aufschlagenden Stuttgarterinnen an dieser Stelle ansehen. 17(!) Aufschlagfehler stehen dort zu Buche, aber eben auch 15 direkte Punkte. Auch unsere Bilanz ist da mit 10 Fehlern zu 9 Punkten nicht so übel. Was mir und auch anderen sehr auffällt ist, dass sich unsere Mädels nach hervorragend erspielten Punkten bei einem Rückstand nicht so richtig freuen können. (Ach so – ja – richtig – unsere Spielerin mit der Nummer 2 freut sich für alle anderen mit 😉 . War das jetzt böse? Auf jeden Fall nicht im geringsten so gemeint…). Emotion kann man sicher kaum trainieren, da es eine Frage der Mentalität ist – aber ein kleines bisschen mehr geht doch sicher… Daraus resultierend könnte man sich an einem einzigen Punkt in einer schlechten Phase mal so richtig hochziehen. Grau ist alle Theorie…
Dummerweise hatte ich beim Formulieren meiner letzten Artikelüberschrift „Auf ein Neues“ nicht im entferntesten daran gedacht, dass unser Team das so wörtlich nehmen und eine 2:3-Niderlage wiederholen würde. Nun gut – es ist passiert, aber bestimmt kein Beinbruch. Und ganz leer geht man in dieser Saison bei einer solchen Niederlage auch nicht aus…
Nun führt die Reise unter ganz anderen Voraussetzungen nach Dresden. Der DSC ist haushoher Topfavorit, wir haben nichts zu verlieren. Waren wir bisher favorisiert, können wir nun beobachten, wie schwer sich der Gegner mit dieser Rolle tun wird. Selbstvertrauen haben die Sächsinnen nach zwei tollen Siegen sicherlich genug, aber das ist im Volleyball auch mal ganz schnell weg…
Ich bin guter Hoffnung, dass die VolleyStars auch in Dresden auftrumpfen können – vielleicht und hoffentlich dann mit größerer Konstanz über das gesamte Spiel…

Auf geht’s VolleyStars!

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