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Re: Fanclubversammlung Mai/Juni 2012
(15.06.2012 10:02), von Suhler91
 

Beim Sachsen-Derby spioniert…

Autor: JS, Mittwoch, 18. März 2009
Das Sachsen-Derby Fighting Kangaroos Chemnitz vs. Dresdner SC war ja quasi um die Ecke und unsere Korrespondentin war wieder einmal mit Notizblock und Kamera dabei. Die Bilder gibt es hier(d.R.)

Vor dem ersten DVL.TV-Livespiel in Chemnitz war die Erwartungshaltung klar. Die Kangaroos wollten den DSC, wie schon im Hinspiel, ein bisschen ärgern und hofften zumindest auf einen Satzgewinn im Abstiegskampf. Der neue Fanclub „Chemnitzer BlockParty“ entrollte sogar einen Banner mit der Aufschrift „Derbysieg!“.
Entsprechend motiviert begannen die Chemnitzerinnen ihr Spiel und führten zunächst mit 5:3. Zur ersten technischen Auszeit führte dann aber der DSC mit 7:8. Die Kangaroos zeigten großen Kampfgeist und so gab es schöne Ballwechsel und starke Aktionen auf beiden Seiten zu sehen. Im Zuspiel von Dresden agierte diesmal Anna Nowakowska ihre Angreiferinnen gut in Szene setzte. Der größere Angriffsdruck ging ab Mitte des Satzes vom DSC aus, besonders die Schnellangriffe konnten überzeugen.
Der Satz ging über die Zwischenstände 11:14, 14:20 und 18:23 letztendlich mit 18:25 an die Dresdnerinnen. Im Satzverlauf war die größere individuelle Stärke vom DSC zu erkennen, was trotz guter Abwehrleistung der Kangaroos und langen Ballwechseln zum Satzverlust der Heimmannschaft führte.
Zu Beginn des zweiten Satzes waren die Gastgeberinnen nicht ganz wach, was zunächst zum 0:3 Rückstand führte. Nach einer Auszeit von Mirko Pansa konnte mit dem 4:4 der erste Ausgleich erzielt werden. Dieser enge Spielstand setzte sich dann wiederum bis etwa zur Satzmitte (11:11) fort. Nach der Dresdner Führung mit 13:16, konnte dieser Vorsprung gehalten werden, was über 15:18 und 20:23 zum zweiten Satzgewinn der Damen aus Dresden führte. Wiederum waren hierfür die starken Angriffe und gute Blockarbeit der Schlüssel zum Erfolg.

Bis zum 6:6 war dann auch der dritte Durchgang sehr ausgeglichen, da Chemnitz unermüdlich kämpfte. Dann hatte Dresden eine kleine Schwächephase und Chemnitz führte nach 8:6 sogar mit 13:7. Dies lag wohl (auch nach Aussage von Arndt Ludwig im Interview nach dem Spiel) an der auch in Chemnitz praktizierten 10-Minuten-pause im Anschluss an den zweiten Satz, nach der die DSC-Damen etwas unkonzentriert zu Werke gingen und leichte Fehler machten. Aber auch durch die gute Phase der Chemnitzerinnen keimte in der Halle die Hoffnung auf, diesen Satz gewinnen zu können.
Dresden fand zunächst jedoch zu alter Stärke zurück und konnte mit Schnellangriffen und guter Blockarbeit aufholen und wieder mit 14:16 in Führung gehen. Bei Chemnitz fehlte in dieser Phase ein wenig die Durchschlagskraft. Doch über großen Kampf konnte auch das wett gemacht werden und es folgten der 18:18 und 21:21 Ausgleich. In der Halle war bei guter Stimmung und vielen Dresdner Fans die steigende Spannung zu spüren. Als Chemnitz dann mit 23:21 in Führung lag, stand die ganze Halle und hoffte auf den wichtigen Satzgewinn. Nach dem Satzball und dem Satzgewinn mit 25:22 war der Jubel riesig. Die Fans freuten sich fast wie bei einem Spielsieg und fragten sich nun, ob vielleicht noch mehr zu holen ist.

Der vierte Satz begann ebenfalls eng. Nach dem 3:3 konnte Chemnitz durch eine Aufschlagserie von Claudia Steger sogar auf 8:4 davon ziehen, und die Hoffnung wurde größer, vielleicht noch den Tiebreak zu erreichen. Doch Dresden holte wieder auf und konnte mit 8:8 ausgleichen. Dann folgte ein ständiges Wechselspiel. Chemnitz ging bis zum 18:17 immer wieder in Führung und der DSC konnte immer wieder aus-gleichen. Doch nachdem die Damen aus Dresden erstmalig wieder mit 18:19 führten konnten sie sich nun ihrerseits bis auf 18:22 absetzen. Man merkte ihnen an, dass sie nun endlich den Sack zu machen wollten. Die Kangaroos konnten diesen Rückstand nicht mehr aufholen und verloren den Satz mit 19:25 und somit das Spiel mit 1:3.

Dieses Ergebnis haben wohl auch die meisten Zuschauer in der Halle getippt oder sich zumindest gewünscht.
Alles in allem war es ein schöner Volleyball-Abend, obwohl die beiden Mannschaften in der Tabelle doch so weit auseinander liegen. Ein deutlich erkennbarer Klassenunterschied sieht anders aus, als in diesem Spiel. In einer ausgeglichenen Mannschaft der Kangaroos kann eigentlich keine Spielerin besonders hervorgehoben werden. Am auffälligsten agierten jedoch Josi Dörfler, Franci Girard, Claudia Steger und Mandy Sohr.
Wenn die Kangaroos weiterhin mit einer solch geschlossenen Mannschaftsleistung auftreten, sollte noch mindestens ein Sieg in der Saison möglich sein. Dieser ist auch dringend not-wendig, da die Mannschaft aus Aachen ihr Spiel am Montag mit 3:1 gegen Leverkusen gewann und somit die rote Laterne wieder an Chemnitz abgegeben hat.

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