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Re: Fanclubversammlung Mai/Juni 2012
(15.06.2012 10:02), von Suhler91
 

Fair Play bitte!

Autor: Redaktion, Freitag, 3. Juni 2011

24 DVL-Teams haben in diesen Tagen ihre Erstliga-Lizenz erhalten. [1] Darunter 13 Teams aus der 1.Bundesliga der Damen, 11 aus dem männlichen Pendant. Dreizehn und Elf? Jawohl, auch in der kommenden Saison wird es offensichtlich wieder schiefe Tabellen geben. Von Wettbewerbsverzerrungen durch die entstandenen Lücken im Spielplan mal ganz abgesehen.

Links zum Thema: Artikel auf k-sc.de und aktuell: rbb

Grund dafür ist das Ausscheiden der Aufsteiger TV Giesen 48/Hildesheim und DJK Augsburg-Hochzoll. [2] Überraschend? Mitnichten! Zumindest im Fall Augsburg drängt sich der Eindruck auf, die Liga wäre sehenden Auges in das Unheil gelaufen, denn die Turbulenzen rund um die SVA-GmbH hatten schon während der abgelaufenen Zweitliga-Saison ein Ausmaß erreicht, welches ligaweit für Kopfschütteln gesorgt hatte. Besonders im Hinblick auf einen fairen Wettbewerb war das Geschäftsgebaren der Augsburger nicht nur ein Schlag ins Gesicht der Vereine, die heuer sportlich aus der 1.Bundesliga abgestiegen sind, bzw. ihr Aufstiegsrecht aus wirtschaftlichen Gründen nicht wahrgenommen haben. Auch in den DVL-Regularien zur Lizenzierung gibt es dazu eine sehr deutliche Aussage:

Das wirtschaftliche Lizenzierungsverfahren wird jährlich nach Evaluation des abgeschlossenen Verfahrens modifiziert. Es hat sich bewährt, wenngleich es nie eine hundertprozentige Sicherheit bietet. Es ist einerseits Kontrollinstrument für die DVL, andererseits ist es Planungshilfe für die Vereine. Zudem soll es einen fairen Wettbewerb unter den Vereinen fördern, indem diese daran gehindert werden, sich einen sportlichen Vorteil ohne ausreichende wirtschaftliche Basis zu verschaffen. [3]

Nun, einerseits mag das Vorgehen der Liga formal gesehen richtig gewesen sein, denn eine vorschnelle Ablehnung der Lizenz wäre seitens der Augsburger möglicherweise mit einer Klage und einem monatelangen Tauziehen vor Gericht beantwortet worden. Andererseits ist es beim indirekt betroffenen Köpenicker SC – seines Zeichens der bestplatzierte der Absteiger aus Liga 1 – vielleicht auch nicht mehr so ohne weiteres möglich, die Uhren bezüglich der Saisonplaung und Sponsoren noch einmal zurück zu drehen. Aber es wäre ein Zeichen von Fair Play, würde man seitens der DVL in diesem Fall die jetzt getroffene Entscheidung überdenken, und diese Chance nutzen, einen Teil des Schadens, den die Augsburger Luftschloßbauherren im Deutschen Volleyball angerichtet haben, wieder zu korrigieren.


++++UPDATE++++

Als wir gestern Vormittag den Artikel veröffentlichten gab es ja die Stellungnahme aus Köpenick noch nicht (siehe oben). Aber so wie sich die Situation jetzt darstellt, hat man dem KSC offensichtlich doch Hoffnungen gemacht und in Köpenick wäre man auch bereit, den freien Platz zu füllen. Vor diesem Hintergrund ist es erst recht geboten, die Entscheidungen und die Vorgehensweise der DVL kritisch zu hinterfragen. Deswegen möchten wir (im Namen des Fanclubs) dazu aufrufen, den Köpenicker SC zu unterstützen. Ob hier, ob im Facebook [4] oder anderswo – jede Stimme kann die entscheidende sein. (d.Red.)

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