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Re: Fanclubversammlung Mai/Juni 2012
(15.06.2012 10:02), von Suhler91
 

Interview mit Dominice Steffen

Autor: Ingolf Rust, Mittwoch, 9. Dezember 2009
Suhl, 07.12.2009: Nach dem Pokalachtelfinale haben wir ein paar Interview-Fragen an Dominice Steffen weiterleiten lassen. Pünktlich vor dem Viertelfinal-Spiel gegen Sonthofen hat sie uns geantwortet, und so können wir hier zur Einstimmung wieder interessanten Lesestoff bieten. (SC)

Dynamics: Du hattest ja zuletzt mit einer Verletzung zu kämpfen und konntest in den letzten Spielen nur kurz eingreifen. Deswegen als erste Frage: Wie geht es dir?
Domi: Gut. Ich kann wieder alles machen und bin somit voll einsatzfähig. Nun müssen jetzt nur noch Spiele folgen, wo ich es auch zeigen kann. 🙂

Dynamics: Du hast zum ersten Mal einen der Pokalkrimis zwischen Suhl und Hamburg auf „unserer“ Seite vom Netz erlebt. Mal abgesehen von der besonderen Bedeutung des Pokals insgesamt: War es ein besonderes Spiel für dich?
Domi: Es ist immer etwas Besonderes für mich gegen Hamburg zu spielen, besonders dann auch zu gewinnen. Denn somit hole ich mir die Bestätigung, dass ich zu dem richtigen Verein gewechselt und alles richtig gemacht habe.

Dynamics: In der Partie ging es auf und ab, und zu Beginn des Tiebreaks war in der Halle viel Resignation zu bemerken. Wie habt ihr es geschafft, einen kühlen Kopf zu behalten? Hat Jean-Pierre nach dem 4. Satz noch mal besondere Dinge angesprochen?
Domi: Der Coach hat uns noch mal in Erinnerung gerufen, was die Schwachstellen des Gegners sind und wie wir sie zu unseren Gunsten nutzen können. Wir vertrauten auf unsere Stärken und blieben auch bei einem Rückstand ruhig. Wir hatten nie das Gefühl verlieren zu können, auch wenn es mal brenzlig wurde.

Dynamics: Der Gegner im Viertelfinale ist nun Sonthofen. Wie wurde die Auslosung im Team aufgenommen? Im Ligaspiel kann man jetzt den Damen aus Sonthofen sogar noch mal auf den Zahn fühlen.
Domi: Gut! Zu der Freude des Weiterkommens beim DVV- Pokal kam jetzt auch noch positive Nachricht, dass wir als nächstes gegen Sonthofen spielen werden. Gut war auch, dass wir vorher noch mal eine Generalprobe bekamen, die wir auch nutzten. Ich hoffe, dass auch beim Viertelfinale nichts schief geht.

Dynamics: Du bist eine der wenigen Spielerinnen, die noch die spektakulären, kraftvollen Sprungaufgaben machen. Wird man die auch in Zukunft noch bewundern dürfen? Es heißt ja, dass bei dem neuen Ball die „langsamen“ Flatteraufschläge viel effektiver wären.
Domi: Natürlich werde ich weiterhin bei meinem Aufschlag bleiben. Außerdem kommt es doch darauf an, wer sie schlägt. 😉 Man kann auch noch mit einem Sprungaufschlag viele Punkte machen.

Dynamics: Gegen die „großen“ Teams (Dresden, Schwerin und Vilsbiburg) habt ihr zwar noch nicht gespielt, aber vielleicht kannst du ja ein erstes kurzes Fazit über den Saisonstart ziehen. Von den Ergebnissen her gibt es ja nur wenig zu beanstanden, aber wie seit ihr mit euren gezeigten Leistungen zufrieden?
Domi: Es gibt natürlich noch hier und da ein paar Unstimmigkeiten und wir sind noch lange nicht an unserer Leistungsspitze angekommen. Aber ich denke, dass wir mit unseren Aufgaben wachsen und noch vieles an spektakulären Spielen zeigen können. Es ist immer leichter sich an die Spitze zu kämpfen, jetzt müssen wir beweisen, dass wir auch dort hingehören.

Dynamics: Das Team hat wieder viele neue Gesichter bekommen, aber der erneute Neuanfang scheint gut zu laufen. Wie sehr helfen die gemeinsamen Unternehmungen, wie das „Bob“-Fahren zuletzt und wie war das Photoshooting für den Kalender? Du hattest ja die künstlerische Leitung. War es schwer, die Truppe unter einen Hut zu bringen? 😉
Domi: Wir verstehen uns alle ziemlich gut, natürlich helfen uns solche Ausflüge zusätzlich noch uns besser kennenzulernen. Was den Kalender angeht, waren alle super aufgeregt. Besonders ich, da ich so etwas noch nie zuvor gemacht hatte, aber es lief alles glatt und die Fotos sind doch schön geworden, oder?

Dynamics: Du bist ja nicht mehr ganz neu in Suhl, aber zum Schluss würden wir gern noch wissen, wie du dich eingelebt hast. Mittlerweile hast du ja auch eine Ausbildung beim Theater in Meiningen begonnen. Wie gut lässt sich das ganze mit dem Alltag im Leistungssport unter einen Hut bringen?
Domi: Ich hab mich sehr gut eingelebt. Ich bin noch mal umgezogen, habe mir die Wohnung wohnlicher gestaltet und lebe mein Leben wie jeder andere auch. Es wäre gelogen, wenn ich jetzt sagen würde: „Ausbildung und Leistungssport, kein Problem!“. Aber wenn man genügend Unterstützung und Verständnis entgegen gebracht bekommt, wie es bei mir der Fall ist, gestaltet sich der Alltag wesentlich leichter.

Fragen und Bearbeitung: Ingolf Rust (SC)

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