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Re: Fanclubversammlung Mai/Juni 2012
(15.06.2012 10:02), von Suhler91
 

Interview mit Jane Hoffmann

Autor: Bux, Sonntag, 3. Dezember 2006
Suhl, 03.12.2006: Eigentlich hatten wir gehofft, diesen zweiten Teil unserer Interviewserie im Anschluß an einen weiteren grandiosen Sieg "produzieren" zu können, aber der DSC hat uns leider einen Strich durch die Rechnung gemacht. Um so mehr möchten wir uns bei Jane bedanken, dass sie trotz der Niederlage Zeit für uns hatte.

Dynamics: Danke Jane, das Du ein Momentchen für uns erübrigen kannst. Wir hatten ja wieder mal ein spannendes Spiel heute, jedoch leider nicht mit dem besseren Ende für uns. So eine Niederlage ist ja immer schmerzhaft, besonders, wenn es so knapp war wie heute. War es einfach nicht das Wochenende für den VfB, oder hast du eine Erklärung, warum es heute nicht geklappt hat? Einfach Pech?
Jane: Naja, was heißt Pech? Wir haben viele Fehler gemacht, gerade am Freitag gegen Vilsbiburg. Für heute hatten wir uns daher ziemlich viel vorgenommen, was dann leider doch in die Hose ging. Ich glaube, die Annahme war heute ziemlich gut, aber der Block hat am Anfang nicht richtig geklappt – bei Dresden dafür eben um so besser – und sie haben letztendlich immer einen Punkt mehr gemacht als wir. Daher hatten wir das Problem, das wir immer hinten dran waren.

Dynamics: Im Fanblock hatten wir das Gefühl, dass es in ein-zwei Situationen, in denen Ihr Euch gerade herangekämpft hattet, unglücklicherweise umstrittene Bälle gab, die gegen den VfB entschieden wurden. Wie geht man damit um? Könnt Ihr das abblocken, beziehungsweise nervt Euch das oder puscht es Euch vielleicht sogar auf?
Jane: Im Moment bringt uns das eigentlich sogar ziemlich runter. Der Trainer versucht uns dann auch gleich immer zurückzurufen – vom Schiedsrichter – weil wir uns dann immer immens über diese Entscheidungen ärgern, aber heute waren sie am Ende wohl insgesamt ausgeglichen.

Dynamics: Der Tabellenstand der letzten Wochen, bedeutete er für Euch Druck oder gab er Euch eher positive Motivation?
Jane: Eigentlich positive Motivation. Wir wollten ihn auch verteidigen, denn unser Ziel ist es ja, unter die ersten Drei zu kommen. Dafür hätten wir jedoch die beiden Spiele gewinnen müssen. Mal schauen, wie es weitergeht.

Dynamics: Jetzt gab es ja zwischendrin auch eine mehrwöchige WM-Pause. Hat das Euren Rhythmus stark unterbrochen, oder war es eine willkommene Ruhephase für Euch?
Jane: Ich denke schon, das es für uns eine willkommene Ruhephase war. Obwohl wir einige Turniere gespielt haben, hatten wir so eine Woche frei, und konnten uns noch mal erholen von dem Stress – mehr oder weniger.

Dynamics: Hast Du die Möglichkeit gehabt, ein-zwei WM-Spiele zu verfolgen – um vielleicht ein wenig „Inspiration“ zu holen? ;)
Jane: Nein, gar nicht. Hatte ich auch nicht die Zeit dazu.

Dynamics: Du bist ja jetzt schon ziemlich lange hier in Suhl in der Mannschaft. Kannst Du uns da vielleicht mal Deine Einschätzung geben, wie sich die Entwicklung der letzten Jahre hier dargestellt hat? Stichworte Umfeld (Professionalität), Entwicklung im Team, oder ist zum Beispiel die Trainingsintensität gestiegen?
Jane: Ja, das würde ich schon meinen. Im ersten Jahr hatten wir glaube ich sieben Einheiten die Woche, dieses Jahr sind es neun. Und auch im Management und Umfeld ist alles professioneller geworden und gewachsen. Auch die Mannschaft – vom Spiel her – ist zusammen gewachsen und besser geworden.

Dynamics: Zur aktuellen Truppe: Wie würdest Du den Zusammenhalt und die Stimmung beschreiben – auch abseits des Spielfelds, z.B. bei den Busfahrten?
Jane: Die Stimmung ist sehr gut in der Mannschaft. Wir gehen ja auch nach den Spielen zusammen weg. Bona vermissen wir – das ist so das einzige. Aber ansonsten ist die Stimmung super, und die jungen Spielerinnen haben sich auch gut integriert.

Dynamics: Du hast ja im Gegensatz zu den anderen Spielerinnen einen sehr zeitaufwendigen Beruf – welche Probleme und Herausforderungen bringt das ganz speziell für Dich mit sich?
Jane: Ja, ich kann nicht alle Trainingseinheiten mitmachen, da ich immer 12 Stunden pro Schicht arbeite. Früher habe ich es immer so gehandhabt, dass ich nach der Frühschicht halb Sechs nach hause gekommen bin und halb Neun in der Halle stand, aber das schaffe ich im Moment nicht, daher versuche ich eben, dass ich jede Trainingseinheit die zeitlich reinpasst irgendwie mitmachen kann.

Dynamics: OK, dann noch einmal vielen Dank, und erhol Dich jetzt erst mal. Für die nächsten Spiele alles Gute!

Das Interview führte Ingolf Rust (SC).

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