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Re: Fanclubversammlung Mai/Juni 2012
(15.06.2012 10:02), von Suhler91
 

Nah am Wasser gebaut: Schwerin

Autor: Joschik, Mittwoch, 4. April 2012

Tim Berks schildert seine Reiseeindrücke vom letzten Saisonspiel des VfB:

20 Abenteuerlustige machten sich auf den doch recht weiten Weg nach Schwerin um die in den Medien ausgerufene „große Sensation“ wahr werden zu lassen und unsere Damen beim Vorhaben, den amtierenden Meister und frisch gekrönten Pokalsieger vom SSC aus den Play-Offs ins Play-Out zu befördern, tatkräftig zu unterstützen.


Trotz der Versprechungen, dass die gut 525 Kilometer wie im Fluge vergehen würden, musste man im Bus feststellen, dass so ein Trip doch genug Freizeit bietet. So wurde sich mit Fachsimpeln, Lesen oder geselligen Ratespielchen die Zeit vertrieben. Doch damit für die nächsten Auswärtsfahrten keiner abgeschreckt wird, hier mal ein paar Pro-Bus-Argumente:

1. Man kann getrost ganz Brandenburg verschlafen 2. die B106 ist durch so eine Panoramascheibe viel übersichtlicher zu betrachten und 3. kommt man dabei auch mal in Örtchen, die man wohl sonst in die „hier endet das zivilisierte Leben“ – Schublade gesteckt hätte. Dank unseres Fotografen René, der arbeitsbedingt erst in Sachsen-Anhalt zusteigen konnte und uns den Gefallen tat, per Bahn (und das sogar relativ pünktlich) ins A9-gelegene Brehna entgegenzufahren, durften wir eben jenes Fleckchen Erde auch mal kennen lernen. Die Attraktionen dort waren schnell ausgemacht. Bahnsteig, Bus und viele Menschen mit guter Laune (wir), „Auge“ traute sich sogar mit der ortsansässigen Bevölkerung auf Tuchfühlung zu gehen, größere Schäden hat er meines bisherigen Wissens aber zum Glück nicht davongetragen. Nun gut. Alle 21 Mann an Bord – auf nach Schwerin, wobei Argument 1 und 2 nun greifen konnten.

Endlich gegen 18 Uhr in Schwerin angekommen, erwartete uns Sonne und eine steife Brise, wohl ein erster Vorgeschmack auf das Kommende? Schnurstracks ging es in die – sagen wir Halle… nur so viel: Die ARENA Schwerin ist ein äußerlich und innerlich fad wirkender grauer Klotz, der zwar in punkto Zweckmäßigkeit (moderne Heimstätte für Volleyball) wirklich topp ist, aber in Sachen Charme (vgl. Wolfsgrube) absolut nichts zu bieten hat.
Auch einen Blick auf die abgebrannte Laufhalle konnte man erhaschen; schockierend, sollte sich der Verdacht der Brandstiftung als wahr herausstellen. Schön, das wir als VfB mit einer Spende für die Leichathletikabteilung des SSC sofort gehandelt haben.

Ich als Kritiker unserer Bierpreise musste feststellen, dass das Lübzer zwar gewohnt schmackhaft, aber mit 3,30€ (kein Becherpfand) auch kein Zuckerschlecken ist, aber in Meck-Pomm scheint das Geld wohl lockerer zu sitzen, als immer alle sagen.

Doch nun zur eigentlichen Sache unserer Reise, dem Spiel. Die Halle gut gefüllt, laut Ticker ca. 1300 Zuschauer, von denen man sich als Suhler für die Heimspiele der kommenden Saison ruhig mal ein Scheibchen abschneiden darf. Hier ist`s egal, ob man 10 oder 80 Jahre alt ist, wenn es heißt, wir stehen hinter unserem Team, dann machen alle mit und der große Klotz wird zu einem echten Hexenkessel. Satz 1 und 2 wird dominiert und auch in Satz 3 liegt das Spiel in unseren Händen. Nicht weil Schwerin nun so unschlagbar war, nein, WIR verwandeln den Matchball zum 3:0 Sieg nicht und gehen nicht durch das offene Halbfinaltor. Satz 4 und 5 sind (zu) schnell rum. Also bleibt`s beim Glücksspiel „Golden Set“. Dieser spiegelt die Suhler Bilanz wider – Fifty-Fifty.

Unser Team fightet unnachahmlich und Martina macht einem manchmal richtig Angst, die Frau hat einfach keine Nerven. Selbst wenn die komplette Schweriner Bank mitgeblockt hätte, sie hätte den Ball trotzdem ins Feld gedroschen. Doch am Ende kommt das, was ihr alle bereits wisst. 15:17 – aus und vorbei. Um ehrlich zu sein (und ich bin froh, dass es vielen auch so ging) war ich schon ein wenig „leer“ nach dem Ende der Partie. War es das jetzt? Endet so dieses geile Spieljahr? Wer unsere Ladies sah, erkannte Enttäuschung und Tränen, sie wollten es genauso wenig wahr haben wie das Trainerteam und wir. Doch nun mit einer Weile Abstand zum Geschehen sollte man nach vorne blicken und dankbar für diese verdammt schöne Saison mit all diesen tollen Spielen, sei es auf nationaler oder europäisch-asiatischer Ebene, sein. Ich freue mich jetzt schon auf die nächste Saison. Wie Olaf so schön in seinem Saisonrückblick schrieb, könnte es auch für mich bereits nächste Woche weitergehen. Aber gönnen wir den Girls erstmal eine Pause und warten ab, was sich in der olympischen Zeit so alles tut – ob in Suhl oder anderswo…

So fuhren wir dann noch 7 Stunden durch den nächtlichen Osten und wussten: Dem Morgengrauen entgegen, ziehen wir gegen Wind. Und wir werden wieder alles geben bis wir deutscher Meister sind ;))
Auf eine möglichst wieder so packende Saison 12/13.


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