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Re: Fanclubversammlung Mai/Juni 2012
(15.06.2012 10:02), von Suhler91
 

WIEDERAUFERSTEHUNG

Autor: Joschik, Freitag, 6. November 2015

Pokalankündigung PotsdamWas für ein großes Wort, dass aber durchaus für das Spiel des Teams der VolleyStars Thüringen am Mittwoch, dem 4.11.2015, in der MBS-Arena Potsdam angebracht ist. Ob damit allerdings auch der sprichwörtliche Knoten für die laufende Saison geplatzt ist, wird sich erst in den nächsten Spielen herausstellen.
Pokal! Dieses Wort scheint Suhler Teams zu allen Zeiten zu elektrisieren – egal wie sie zusammengesetzt sind. Und egal wie der Tabellenplatz in der Liga ist. Nicht umsonst gelang bereits viermal der Einzug ins Finale. Und – wir wissen es alle – 2008 standen wir auf dem obersten Podest und konnten die Trophäe in Empfang nehmen.

In dieser Saison wird der Ort des Finalgeschehens gewechselt. SAP-Arena in Mannheim ist nun in die Navis einzugeben, wenn man dabei sein will. Und wer will das nicht? Noch zwei Siege in zwei Spielen sind jetzt der Türöffner für die neue Kultstätte des deutschen Volleyballs. Und bereits Anfang Dezember diesen Jahres steht fest, wer die besten Tickets – die auf dem Volleyballfeld – für die Veranstaltung am 28.Februar 2016 in den Händen hält…
So lief es mit dem Matchball
Doch genug der Zukunftsmusik . Dröseln wir das unglaubliche Mittwochspiel auf und beginnen ganz am Ende. Den erfolgreichen Matchball habe ich in der Halle wie auch Uwe Petter überhaupt nicht gesehen. Wir konnten nicht mehr hinschauen, als der vierte Versuch anstand. Aber den frenetischen Jubel unseres kleinen VST- Blocks haben wir sofort mitbekommen. Während die Mädels auf dem Feld jubelten, lagen auch wir uns in den Armen. Da sportdeutschland.tv uns alle zappeln ließ, konnte ich erst am Nachmittag des folgenden Tages das Aufschlag-Ass von Domi bewundern.
Egal. Ein Spiel war gewonnen, dass man nach den ersten beiden Sätzen schon so gut wie abgeschrieben hatte. Kommt immer wieder vor im Volleyball, aber man will zunächst nicht daran glauben. Potsdam dominierte klar, unser Team war nicht so toll drauf. Eine Menge von Eigenfehlern und nicht konzentriert genug gespielten Bällen ließ uns chancenlos sein. Und der immer wieder auf allen videotauglichen Anlagen aufploppende nach oben gerichtete Daumen für Potsdamer Punkte nervte ganz schön…
Im dritten Satz änderte sich zunächst nicht viel. Ein bisschen merkte man allerdings, dass unsere Mannschaft langsam warm wurde. Es gab sogar zwischenzeitliche Führungen. Trotzdem stand es dann 21:18 für die Brandenburgerinnen und die meisten der 523 offiziellen Zuschauer (magerer Zuspruch!) bereiteten sich gedanklich schon auf den Heimweg vor. Auch bei mir – das muss ich ehrlicherweise gestehen – machte sich ganz langsam das Gefühl breit, schon vor 24 Uhr wieder zu Hause zu sein. Jens Haferkorn blieb gelassen. Wie es in der „Petter- Fraktion“ aus Dresden aussah und was in den Köpfen der komplett vertretenen Geschäftsstelle so vorging, entzieht sich meiner Kenntnis.
Keine Zeit für negative Überlegungen hatten jedoch sicher unsere unermüdlich trommelnden Dammi und Karo sowie der sich ständig auf Achse befindliche Wolfi (René). Sie leisteten Schwerstarbeit bei der Anfeuerung unseres Teams – und sie erzielten Wirkung! Ein Matchball von Potsdam verpuffte, Erika machte den Ausgleich zum 24:24. Verča kam zum Aufschlag. Sehr starker Service! Punkt! Nochmal Verča. Hippe schlägt den Potsdamer Angriff diagonal ins Aus. Satzgewinn! Nur noch 1:2 und alles wieder drin….
Draußen sagte ich zu den Potsdamer Fans: „Dieses Mal läuft es genau anders herum. Ihr hattet Matchball wie wir in Suhl. Und jetzt drehen WIR das Spiel!“. So richtig geglaubt hat das wohl keiner…
Aber das Spiel drehte sich tatsächlich. Plötzlich war man sich irgendwie sicher, dass wir das Ding ziehen. Alberto Salomoni brachte mit ständigen Auswechslungen Unruhe und Unordnung in das Spiel des Gegners. Umso sicherer wurden wir, dass am Ende unsere Mannschaft als Sieger das Spielfeld verlassen wird.
Unsere Mädels hatten aber etwas dagegen, dass wir uns das Ende Spiels in aller Ruhe zu Gemüte führen konnten. Nach dem Motto “ Wir machen es einfach nicht so unspektakulär!“ gaben sie im Tiebreak einen 13:8 Vorsprung her und es kam schlussendlich zu dieser Serie von Matchbällen, von denen ich den letzten erst on demand genießen konnte…
Fangruppe-in-Potsdam
Ein schöner Abend ging so erfolgreich zu Ende. Die mitgereisten Suhler jubelten, das Team hatte dazu fast keine Kraft mehr. Es hatte alles gegeben für den Erfolg und war nun platt. Statt Domi hätte auch Claudi für ein sehr sehr gutes Spiel die MVP-Medaille verdient gehabt. Aber egal – alle hatten ihren Anteil am Sieg in Potsdam.
Wir hoffen, dass dieses Spiel eine Initialzündung für die weitere Saison darstellt und den Mädels die Gewissheit gibt, dass sich die „Unbedingt-Siegen-wollen-Mentalität“ am Ende lohnt. Schon am Berg Fidel in Münster am Sonntag sind diese Fähigkeiten wieder sehr stark gefragt. Der USC hat sich durch die Verpflichtung von Lucie Smutna auf Zuspiel nochmals deutlich verstärkt. Aber Bangemachen gilt nicht. Wir haben auch dort eine Chance…
Fazit: Der Sieg war natürlich das Schönste an diesem Abend am Luftschiffhafen Potsdam. Aber toll und sicherlich sehr hilfreich war auch, dass erstmals in dieser Saison dynamische Unterstützung vorhanden war. Und darüber hinaus Dank an alle, die mitgefahren waren und einen kleinen, aber feinen und vor allem unüberhörbaren Fanblock gebildet haben. Es hat sehr viel Spaß gemacht!
(jr)

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