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Re: Fanclubversammlung Mai/Juni 2012
(15.06.2012 10:02), von Suhler91
 

Win-Win …warum eigentlich nicht?

Autor: Redaktion, Donnerstag, 2. Juni 2016

„Freies Wort“ hat am 01.06.2016 einen Leserbrief von Jürgen Rieder – seines Zeichens unermüdlicher Kämpfer für den Erhalt des Suhler Bundesligavolleyballs – veröffentlicht. Wir finden, dass es auf jeden Fall wert ist, einen Blick darauf zu werfen. Daher möchten wir allen die kein FW haben noch einmal Jürgens Rohfassung ans Herz legen. In der Zeitung kam er etwas „verkürzt“ rüber. (d.Red.)

Maximal 100.000 Euros für die VolleyStars – wäre das ein Geschenk von der Stadt Suhl?

Bei aller Diskussion um Neidfaktoren oder Finanzlage der Stadt Suhl kommt mir eines doch viel zu kurz. Das ist die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung dieser nicht zustande gekommenen Investition. Und hier muss ganz deutlich gesagt werden, dass die jetzt mit Gesamtkosten in Höhe von ca. 2,5 Millionen Euro und vor allem mit 85 Prozent Fördergeld geplante Totalsanierung der Sporthalle Wolfsgrube (und es wird ein Prachtstück werden) nie zustande gekommen wäre, wenn dieses Projekt  nicht durch Bedingungen rund um das Volleyballteam ins Laufen gebracht worden wäre. Die Anforderungen der Volleyball-Bundesliga und das ständige Nachfragen durch die Volleyballverantwortlichen führte schlussendlich dazu, dass dieses Projekt mit dem Hintergrund Spitzensportförderung sogar ganz konkret namentlich in den Koalitionsvertrag aufgenommen wurde.Allerdings – um die Anforderungen der Liga zu erfüllen, wäre nur ein kleiner Teil der jetzt anstehenden Summe nötig gewesen. Der größte Teil des Geldes ist ein Zubrot für die Stadt. Zu leicht wird dieser Punkt vergessen. Wenn ich das richtig verstanden habe, bringt allein die energetische Sanierung der Halle Jahreseinsparungen an Energiekosten in Höhe von ca. 70.000 Euro mit sich… Hätte es keine VolleyStars gegeben, wäre der Sanierungsbedarf Wolfsgrube lediglich als Sanierung einer Schulsporthalle mit wesentlich niedrigeren Fördersätzen eingestuft worden und hätte sich auch vom Zeitplan her hinten anstellen müssen. Ob die Stadt die dann anfallenden Kosten überhaupt hätte stemmen können – das steht in den Sternen. Wie es sich im Augenblick darstellt, scheint die Hallensanierung auch ohne Volleyball-Bundesliga realisiert zu werden, weil sie nun einmal im beschlossenen Haushalt des Landes drin ist. Und das stellt ein riesiges Geschenk – nicht für die Volleyballer –  aber für die Stadt dar. Der Initiator dieses Geschenkes bleibt jedoch außen vor. Unmoralisch? Nun gut, man weiß ja, dass Politik und Moral sich nicht immer gut verstehen…

Außerdem sollte die Unterstützung ja nicht aus dem Haushalt der Stadt Suhl, sondern zum größten Teil aus den Marketingfonds der städtischen Gesellschaften kommen. Sehen zum Beispiel CCS, SWSZ oder ITM keinen Sinn darin, regional und überregional mit dem Werbeträger Bundesliga-Team zu werben? Unverständlich. Ein zweiter Punkt: In der letzten Fassung des Antrags ging es um eine Summe von maximal 100.000 Euro, denn die Volleyballverantwortlichen werden nicht in ihrem Bemühen innehalten, über die bereits eingesammelten 340.000 Euro hinaus weitere Sponsoren zu gewinnen.  Leider ist der Zeitdruck sehr groß, denn mit fortschreitender Zeit werden die Strafen (bis zu 32.000 Euro) durch die Volleyball-Bundesliga immer höher, falls die bei Lizenzbeantragung eingereichte Höhe der Sponsorengelder nicht erreicht wird. Der VfB 91 Suhl e.V. als Lizenzträger steht mit seinem Vorstand nun vor einer weitreichenden Entscheidung, denn durch die VBL-Strafen kann bei Nichterreichung des Ziels der Gesamtverein mit allen seinen Nachwuchs-Teams und den vielen Ehrenamtlichen rundherum in die Brüche gehen… Ab 1.Juni ändert sich beim Aufrechterhalten des Lizenzantrags und letztendlichem Nichterreichen der Zielstellung die Höhe der VBL-Strafe drastisch nach oben. Es ist außerordentlich bedauerlich, dass meiner Auffassung nach eine klare WinWin-Situation verspielt wurde. Leider blieb es wie so oft eine politische Entscheidung, in der wirtschaftliche Argumente eine kleine oder gar keine Rolle spielten…

 

 

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