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Re: Fanclubversammlung Mai/Juni 2012
(15.06.2012 10:02), von Suhler91
 

„Aschenputtel“ VfB

Autor: Ingolf Rust, Sonntag, 8. Mai 2011

Es ist eine dünne Linie zwischen Stairway to Heaven und Highway to Hell. Dazwischen liegt oft nur sehr wenig. Der VfB hat allerdings (nicht nur heute) seine Hausaufgaben gemacht, und zumindest Letzteres vermieden. Dank Schützenhilfe aus Vilsbiburg und Köpenick wurde dann sogar noch ein märchenhafter Abend aus dem eigentlich als Saisonabschluß geplanten Heimspiel in der Suhler Wolfsgrube. Doch als gegen 18:00 Uhr der erste Ballwechsel begann, war zwischen Platz 7 und dem letzten Playoff-Rang noch alles möglich.

Dynamics Multimedia: Fotos (1/2) und ein kurzer Clip

Als die Hot Sticks aus Viernau ihren ersten Gig gerade abgeliefert hatten, wartete die für einen sonnigen Samstag recht gut gefüllte Wolfsgrube gespannt darauf, wie sich der VfB nach dem unerwartet deutlichen 3:0-Sieg in Dresden präsentieren würde. Leider würde der Spielbericht im aktuellen Zustand des Verfassers eher unsachlich und, mit euphorisch gefärbten Floskeln durchsetzt, möglicherweise auch unwirklich daher kommen – deswegen an dieser Stelle: Die nüchternen Statistiken. (Wir sagen nur 6,91%! [1])

Aber zusammengefasst ist es sicher nicht falsch, wenn man konstatiert, dass Schwerin sich im zweiten Spiel innerhalb von drei Tagen mit Biss und Kampfgeist, verständlicherweise aber nicht mit letzter Konsequenz und allem verfügbaren Personal zur Wehr setzte. Suhl legte seinerseits ein konzentriertes und druckvolles Spiel aufs Parkett und besonders Vendula Merková zeigte sich vor den Augen des tschechischen Nationaltrainers in Bestform. Die früher sonst so geschmähte 10-Minuten-Pause erwies sich übrigens auch dieses Mal nicht als Hindernis für den Spielfluß der VfB-Damen. 12:16 war der größte Rückstand nach dem zweiten Auftritt der Hot Sticks, die in der Pause nach dem 2.Satz noch einmal mächtig für Stimmung in der Wolfsgrube sorgen konnten. Mitgerissen von dieser Kulisse konnten die Suhlerinnen den Spieß auch jetzt noch einmal umdrehen, und mit einem 3:0-Erfolg die Hausaufgaben zur Zufriedenheit aller Anwesenden erledigen.

Da der Job zudem auch recht zügig erledigt war, mussten sich die Fans und Zuschauer nun in Geduld üben. Hallensprecher Ulf Greiser überbrückte die Zeit mit den Ehrungen für die MVPs der Saison, die wie auch in der Vergangenheit vom VfB und dem Fanclub gesondert ausgezeichnet wurden. Siegerin der offiziellen Wertung war – unter großem Jubel der Zuschauer – Claudia Steger. Rang zwei konnte Tages-MVP Vendula Merková erringen, während Suzana Cebic den Bronze-Rang einnahm. Bei der Fanclub-Wahl gab es ein sehr knappes Ergebnis, aber auch hier lag Claudia Steger vorn. Auf den Rängen 2 und 3 folgten wiederum Suza und Mareike Hindriksen.

Kurz nachdem die ausgezeichneten Damen ihre Ehren empfangen hatten, war auch die frohe Kunde vom Sieg der Roten Raben in Wiesbaden in die Wolfsgrube vorgedrungen und unter noch größerem Jubel wurde der Tiebreak in Köpenick verkündet. Schnell wurde nun die Anzeigetafel an den Liveticker angeschlossen und begleitet von KSC-KSC Gesängen und den flugs noch einmal ausgepackten Trommeln wurde der letzte Akt des märchenhaften VfB-Saisonfinales (das keines war) begangen. Wann genau der Matchball in Köpenick auf dem Boden landete, muss zu gegebener Zeit noch einmal genau recherchiert werden, aber auch ohne dieses Detail wird dieser Tag in die Geschichte eingehen. Danke KSC! Wir sehen uns hoffentlich möglichst bald wieder.

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4 Kommentare zu „„Aschenputtel“ VfB“

  1. Andreas König sagt:

    Das war wieder so ein unvergesslicher Abend in der Suhler Wolfsgrube ;)
    Erst das 3:0 und danach die zwei Wunschergebnisse aus Wiesbaden und Berlin. Nun freuen wir uns auf Donnerstag!
    Ich hoffe, dass die Wolfsgrube dann wieder zum Hexenkessel wird!
    Daumen drücken ist angesagt!

  2. stoppe sagt:

    wer war denn da an der anzeigetafel – gleich 2 rechtschreibfehler in einem wort -.-

  3. Ingolf Rust sagt:

    Da hat sicher nur ne Taste geklemmt. Haben mal ein anderes Bild genommen. ;)

  4. Gerhard sagt:

    seit dem Aufstieg des VfB 91 Suhl 2003 präsentieren sich die Mädels Jahr für Jahr mit vorderen Plätzen in der 1.BL, waren u.a. 2007 Dritter bei der Deutschen Meisterschaft und 2008 Pokalsieger. Auch in dieser Saison zog der VfB 91 Suhl wie schon 2010 wieder ins Pokalfinale. Und mit den vorerst abschließenden Erfolgen in Dresden sowie beim letzten Hauptrundenspiel gegen den Schweriner SC wurde trotz ein paar zwischenzeitlichen Hängern das Nadelöhr für die Playoffs zunächst aufgeweitet und mit Hilfe des Köpenicker SC und der Roten Raben aus Vilsbiburg dann der Einzug unter die besten Mannschaften Deutschlands bei unbeschreiblichen Freudenszenarien in Suhl erreicht. Für die Köpenicker-, Stuttgarter- und Wiesbadenerinnen dagegen gab es nachvollziehbare Tränen der maßlosen Enttäuschung. Doch sowohl in Dresden als auch gegen den Schweriner SC „versagen“ in einer entscheidenden Phase der Hauptrunde nicht nur der Internetsender CPM 24 (wie sooft) bei der Übertragung. Auch der MDR zeigte das immer wieder reizvolle Derby trotz Vorankündigung bei „Sport im Osten“ auf einmal (warum auch immer, darüber darf spekuliert werden) nicht. Zudem wurde der Wortberichterstatter von „Freies Wort“ durch einem gewissen A. W. beim danach eigentlich üblichen Interview abgewiesen. Und auch das „Thüringen Journal“ ist beim (Heim)Spiel gegen den Schweriner SC nicht in der Lage aus Thüringens „Volleyball – Landeshauptstadt“ mit einem Bildbericht aufzuwarten. Selbst Regional-TV Suhl findet (außer zu den DVV- Pokalendspielen in Halle/Westfalen) ausgerechnet vor der eigenen Haustür keinen Bezug zu (s)einem Vorzeigeverein der Region. Das sind doch wahrhaftig „aschenputtelmäßige“ Abhandlungen der Bildmedien für die immer wieder einsuggerierte und scheinbar gewollte Randsportart Volleyball. Wenigstens gibt es die“ Dynamics“. Die zeigen sich unter einfachsten Voraussetzung nahezu professionell auf der Höhe des Geschehens im Internet. Am besten aber ist natürlich das Live-Erlebnis. Nach dem bestehenden Modus darf sich der VfB 91 Suhl mindestens schon jetzt als Dritter der Saison 2010/11 eingruppieren, denn es finden anschließend nur noch zwei Endspiele (eventuell mit Golden Set) um die Deutsche Meisterschaft statt. Vorerst aber geht es erst einmal – nein zweimal – wieder gegen den Dresdner SC.
    Nur noch soviel: Zu Aschenputtels Zeiten gab es auch noch keine Bildmedien-Präsenz. Wie das Märchen aber ausgegangen ist, hat sich dennoch herumgesprochen. Bei der neuzeitlichen Story in der „Gebirgsrepublik“ mitten in Deutschland ist ein weiterer Erfolg für den VfB 91 Suhl – unabhängig vom Ausgang des Geschehens – bereits jetzt schon gesichert.

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